{"id":1589,"date":"2015-12-14T06:52:00","date_gmt":"2015-12-14T05:52:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=1589"},"modified":"2020-07-09T10:26:53","modified_gmt":"2020-07-09T08:26:53","slug":"greyhound-soul-alma-de-galgo-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/greyhound-soul-alma-de-galgo-cd-review\/","title":{"rendered":"Greyhound Soul &#8211; Alma de Galgo &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/GSoul_1.jpg\" \/><\/p>\n<p>Es gibt immer wieder CDs, die einen sofort in ihren Bann ziehen, eine Art Liebe auf den ersten Blick. So auch bei Greyhound Souls zweitem Werk &#8222;Alma de Galgo&#8220;, die wohl spanische \u00dcbersetzung dieses Namens. Benannt nach einem Graffiti an einer Busstation in Tuscon, Arizona, der Heimatstadt und Hochburg des Desert-Rocks, bietet die 1994 formierte Band eine zeitlose Musik, die dazu einl\u00e4dt, sich zur\u00fcckzulehnen, die Seele baumeln zu lassen oder einfach entspannt zu genie\u00dfen.<\/p>\n<p>Greyhound Soul steht und f\u00e4llt mit ihrem Frontmann Joe Pe\u00f1a. Ausgestattet mit einer einzigartigen, whiskygetr\u00e4nkten, rauen, zum Teil kr\u00e4chzenden Stimme &#8211; Tom Waits oder Roger Chapman lassen gr\u00fc\u00dfen &#8211; verleiht er den Songs der Gruppe das gewisse Etwas, die er als Drummer f\u00fcr eine fr\u00fchere Band geschrieben hat und die das Leben seiner Familie reflektieren sollen.<\/p>\n<p>Fast alle Lieder sind, \u00e4hnlich wie bei Neil Young, sowohl in akustischen, als auch elektrischen Versionen kompatibel. Nach ihrer Debut-CD &#8222;Freaks&#8220; im Jahr 1996, r\u00e4umt die Band zwei Jahre sp\u00e4ter gleich 4 Tammies (Tuscon Area Music Awards) f\u00fcr die beste Rock&#8217;N&#8217;Roll- sowie Alternativ Band, als auch f\u00fcr den besten Gesang (Joe Pe\u00f1a) und Gitarristen (Jason DeCorse) ab.<\/p>\n<p>Nicht nur die Kritiker sind begeistert, sondern auch die Leser des Tuscon Weekly w\u00e4hlen Greyhound Soul kurze Zeit sp\u00e4ter zur besten Band Tuscons. Fortan tourt man mit Acts wie <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=J.J.+Cale\">J.J. Cale<\/a><\/span>, Jason Bonham, den Beatfarmers und anderen durch die Staaten. \u00dcber die beiden Alben l\u00e4sst sich Joe Pe\u00f1a wie folgt aus. Beim Debut ging noch alles seinen vorher bestimmten Gang. Alles war bezahlt und es passierte, wie es vertraglich geregelt war. Zu viele Leute waren involviert und pressten uns in ein Korsett.<\/p>\n<p>Jetzt haben wir eine CD gemacht, weil wir es wollten und nicht weil uns irgendjemand dazu gepuscht hat. Wir hatten einfach unseren Spa\u00df daran und sind sehr stolz auf das Ergebnis. Es ist wirklich eine tolle Scheibe geworden, die wir unseren treuen und begeisterungsf\u00e4higen Fans widmen wollen.<\/p>\n<p>Und in der Tat, die CD bietet durchweg wundersch\u00f6ne, melodische und radiotaugliche Songs, zum Teil mit Hit-Potential, in einer sehr variablen Form dargeboten. Mal mit viel Groove (&#8222;Love Don&#8217;t Rain&#8220;), mal sehr relaxt mit akustischen Gitarren und klarem Piano, Joe Pe\u00f1as Stimme tragend (&#8222;Nothin'&#8220; \/ &#8222;Alligator Face&#8220; \/ &#8222;Hold My Heart&#8220;), manchmal durch energische Slide-Gitarren unterbrochen (&#8222;Whole&#8220; \/ &#8222;I&#8217;ll Never Know&#8220;).<\/p>\n<p>Die Scheibe enth\u00e4lt dann, hinter St\u00fcck 10 nach zwei Minuten Pause, noch zwei einsetzende Hidden-Tracks. Das recht kurze, nichtssagende Instrumental &#8222;El Conejo&#8220; und das relativ \u00fcbertrieben lang geratene, Jam artige St\u00fcck &#8222;Restless Heart&#8220; (?), das eher recht langweilig, mit kurzen Gitarrenaufhorchern, dahinschleicht, so dass man sicherlich \u00fcber Sinn und Zweck dieser versteckten Lieder diskutieren kann. Aus meiner Sicht w\u00e4re hier Weniger eher Mehr gewesen, was aber das ansprechende Gesamtergebnis nicht tr\u00fcben soll.<\/p>\n<p>P.S.: Wo man schon mal beim Name &#8222;Greyhound&#8220; ist, m\u00f6chte ich noch ein paar kurze, bedenkenswerte Worte \u00fcber die Situation dieser eleganten Vierbeiner loswerden. J\u00e4hrlich zu Tausenden in Irland, unter f\u00fcr Lebewesen unw\u00fcrdigen Bedingungen, f\u00fcr Hunderennen herangez\u00fcchtet und solange toleriert, wie sie Profit einbringen. Danach, wenn sie Gl\u00fcck haben, erschossen, aber meistens nach Spanien weiterverkauft, in Erwartung noch gr\u00f6\u00dferer, unvorstellbarer Qualen. Daher t\u00e4te man der &#8222;Seele&#8220; dieser Hunde sicherlich einen gro\u00dfen Gefallen, Stadien und die damit verbundene Industrie zu boykottieren.<\/p>\n<p><strong>808 Records (2001)<\/strong><br \/>\n<strong>Stil: Desert Rock<\/strong><\/p>\n<p>01. Love Don&#8217;t Rain<br \/>\n02. Roll On<br \/>\n03. Nothin&#8216;<br \/>\n04. Alligator Face<br \/>\n05. Walk Away<br \/>\n06. Hold My Heart<br \/>\n07. Shoes<br \/>\n08. Whole<br \/>\n09. I&#8217;ll Never Know<br \/>\n10. Love Me Bad (+ 2 Hidden Tracks)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.greyhoundsoulmusic.com\">Greyhound Soul<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/pages\/Greyhound-Soul\/126372416778\">Greyhound Soul bei Facebook<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt immer wieder CDs, die einen sofort in ihren Bann ziehen, eine Art Liebe auf den ersten Blick. So auch bei Greyhound Souls zweitem Werk &#8222;Alma de Galgo&#8220;, die wohl spanische \u00dcbersetzung dieses Namens. 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