{"id":1580,"date":"2015-12-14T06:50:00","date_gmt":"2015-12-14T05:50:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=1580"},"modified":"2020-07-09T10:27:51","modified_gmt":"2020-07-09T08:27:51","slug":"great-white-rising-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/great-white-rising-cd-review\/","title":{"rendered":"Great White &#8211; Rising &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/GW.jpg\" \/><\/p>\n<p>Great White scheinen die tragischen Ereignisse aus dem Jahr 2003 mental weitestgehend abgehakt zu haben (wenn man das \u00fcberhaupt jemals kann) und mittlerweile ihr Bandleben in stabile Bahnen gelenkt. Die verbliebenen Ursprungmitglieder Jack Russell und Mark Kendall haben mit Michael Lardie und Audie Desbrow ein festes Fundament gebildet, lediglich die Bass-Position wurde mit Scott Snyder (relativ unspektakul\u00e4r agierend) einmal mehr neu besetzt.<\/p>\n<p>Mit Frontiers Records hat man zudem ein arriviertes Label gefunden, bei dem das Quintett sich wohl zu f\u00fchlen scheint. Die neue Scheibe &#8222;Rising&#8220; kn\u00fcpft,\u00a0 flie\u00dfend da an, wo man mit dem Comeback-Album &#8222;Back To The Rhythm&#8220; aufgeh\u00f6rt hat. Zum immer zwar noch vertretenen Hard Rock-Part gesellen sich zunehmend schwerpunktm\u00e4\u00dfige Melodic Rock-Anteile, wobei man, wenn man schon \u00f6fter Frontiers-Scheiben reviewt hat, eine Art Handschrift des Labels zu erkennen vermag (um es direkt klarzustellen, die von mir als Vertreter harmonischer T\u00f6ne zu Gro\u00dfteilen gesch\u00e4tzt wird).<\/p>\n<p>&#8222;Rising&#8220; enth\u00e4lt zw\u00f6lf supermelodische Tracks, die sich alle wunderbar leicht in die Geh\u00f6rg\u00e4nge legen und jede Menge netter Gitarrensoli enthalten. Michael Lardie, der die Scheibe produziert hat, h\u00e4lt sich mit Keyboard-technischen Spielereien weitestgehend zur\u00fcck, d\u00fcrfte aber mit f\u00fcr den deutlich gem\u00e4\u00dfigteren Kurs der Band verantwortlich sein. Die Hardrock-Quote wird gerade mal durch St\u00fccke wie &#8222;Situation&#8220;, &#8222;All Or Nothin'&#8220; (sch\u00f6ne AC\/DC-m\u00e4\u00dfige E-Riffe) und das poltrig groovende &#8222;Danger Zone&#8220; halbwegs gewahrt. Wer jedoch den Anspruch blutr\u00fcnstiger rockmusikalischer Hai-Attacken wie zu Great-White Anfangstagen an das Werk stellt, sieht sich hier im Gesamten doch eher mit einer Delphin-Therapie konfrontiert.<\/p>\n<p>Bei mir gibt es Punktabz\u00fcge f\u00fcr das katastrophale, wie von einem t\u00fcrkischen Basarmaler erstellt wirkende Coverbild (da sind wir M\u00e4nner deutlich Netteres von fr\u00fcheren Werken gewohnt&#8230;), das ultraweich gekochte, beatleske &#8222;Only You Can Do&#8220;, das hier trotz der seichteren Gesamtgrundausrichtung des Albums v\u00f6llig deplaziert wirkt und die relativ unspektakul\u00e4re Coverversion der ollen Stones-Staubkamelle &#8222;Let&#8217;s Spend The Night Together&#8220;, ein Song, der mir ehrlich gesagt, schon immer auf die N\u00fcsse ging.<br \/>\nDie Stimme von Jack Russell kommt angenehm variabel r\u00fcber, die f\u00fcr ihn typischen Kreischpassagen sind \u00fcberaus songdienlich und punktgenau platziert.<\/p>\n<p>Mark Kendall l\u00e4sst immer wieder mal das eine oder andere sch\u00f6ne und gut gespielte E-Solo ab. Mein pers\u00f6nliches Highlight ist neben dem flott rockenden Opener &#8222;Situation&#8220; u.a. die bluesige Ballade &#8222;My Sanctuary&#8220; (mit Harp), die mit dezentem Black Crowes-Flair aufwartet. Insgesamt ist &#8222;Rising&#8220; von Great White ein sch\u00f6nes, melodisches Rock-Album, das man immer wieder mal nebenbei auflegen kann. Fans, die auf eine R\u00fcckbesinnung an alte Werte gehofft haben, werden vermutlich ein langes Gesicht ziehen.<\/p>\n<p><strong>Frontiers Records (2009)<\/strong><br \/>\n<strong>Stil:\u00a0 Hard Rock<\/strong><\/p>\n<p>01. Situation<br \/>\n02. All Or Nothin&#8216;<br \/>\n03. I Don&#8217;t Mind<br \/>\n04. Shine<br \/>\n05. Loveless<br \/>\n06. It Is Enough<br \/>\n07. Last Chance<br \/>\n08. Ranger Zone<br \/>\n09. Down On The Level<br \/>\n10. Only You Can Do<br \/>\n11. My Sanctaury<br \/>\n12. Let&#8217;s Spend The Night Together<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.officialgreatwhite.com\">Great White<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/GreatWhiteOfficial\">Great White bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.frontiers.it\">Frontiers Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Great White scheinen die tragischen Ereignisse aus dem Jahr 2003 mental weitestgehend abgehakt zu haben (wenn man das \u00fcberhaupt jemals kann) und mittlerweile ihr Bandleben in stabile Bahnen gelenkt. 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