{"id":15216,"date":"2017-06-11T19:30:31","date_gmt":"2017-06-11T17:30:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=15216"},"modified":"2017-06-11T22:05:06","modified_gmt":"2017-06-11T20:05:06","slug":"julian-sas-10-06-2017-schwarzer-adler-rheinberg-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2017\/06\/11\/julian-sas-10-06-2017-schwarzer-adler-rheinberg-konzertbericht\/","title":{"rendered":"Julian Sas &#8211; 10.06.2017, Schwarzer Adler, Rheinberg &#8211; Konzertbericht"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Sas-Adler-Haupt-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-15304\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Sas-Adler-Haupt-1.jpg\" alt=\"Sas-Adler-Haupt-1\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Sas-Adler-Haupt-1.jpg 800w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Sas-Adler-Haupt-1-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Sas-Adler-Haupt-1-768x512.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Mit Julian Sas verbindet mich so ein Hauch von Nostalgie in eigener Sache. Er war der allererste Musiker, \u00fcber dessen Live-K\u00fcnste ich als Rezensent ein paar Zeilen verfasst habe. Wir schrieben das Jahr 2001 und Sas machte den Support f\u00fcr Roger Chapman in der Rheinberger Stadthalle. Es war die Zeit, als das Internet erst allm\u00e4hlich begann, Fahrt aufzunehmen und wir hatten gerade mit ein paar Typen aus ganz Deutschland, wovon sich niemand gegenseitig kannte, das erste Rockmusik-Online-Magazin gegr\u00fcndet und in die Tat umgesetzt.<\/p>\n<p>Damals schrieb ich \u00fcber Julian: &#8222;&#8230; \u00c4u\u00dferlich mich an den noch etwas j\u00fcngeren Hughie Thomasson (<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Outlaws\">The Outlaws<\/a>, sp\u00e4ter <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Lynyrd+Skynyrd\">Lynyrd Skynyrd<\/a>) erinnernd, die lange, gelockte M\u00e4hne durch ein Stirnband umringt, aber dem mit der Zeit immer breiter werdenden Mittelscheitel hilflos ausgeliefert, lie\u00df er ein Blues&#8217;n&#8217;Boogie Rock-Gewitter \u00fcber uns fegen, das sicherlich bei jedem Genre-Fan f\u00fcr eine recht hohe Aussch\u00fcttung von Gl\u00fcckshormonen sorgte&#8230;&#8220;<\/p>\n<p>Seitdem ist viel Wasser den Rhein heruntergelaufen. Viele Ver\u00f6ffentlichungen und unz\u00e4hlige Konzerte auf Seite des Protagonisten und weit \u00fcber 1000 Reviews und als Inhaber eines\u00a0noch recht jungen Magazins meinerseits sp\u00e4ter, nutzen Fotograf Gernot und ich die Gelegenheit, den Holl\u00e4nder samt seiner Mitstreiter Roland Bakker, Fotis Anagnostou und Rob Heijne, im Schwarzen Adler erneut unter die Lupe zu nehmen.<\/p>\n<p>Die Leute und wir beide brauchten unser Kommen in der rappelvollen Vierbaumer Blues-Kult-Kneipe nicht zu bereuen, das Quartett zog alle Register der heutigen Blues Rock-Kunst und \u00fcberzeugte mit ungeheurer Dynamik, Power und sympathischer Ausstrahlung in zwei ausgiebig ausstaffierten Sets.<\/p>\n<p>H\u00e4ngen geblieben aus dem ersten Part sind Songs wie das Wah-Wah-begleitete, sch\u00f6n stampfende &#8222;Mercy&#8220;, die in texanischer Manier zelebrierten Boogies &#8222;Jump For Joy&#8220; (Wahnsinns-Power) und &#8222;Driftin&#8216; Boogie (ZZ Top-Flair), sowie der atmosph\u00e4rische Slow Blues &#8222;Fear Of Falling&#8220;, die bis dato allesamt von Sas mit einer Stratocaster abgewickelt wurden. F\u00fcr das Gregg Allman gewidmete, mit passenden ABB-Jam-Anleihen ausgeschm\u00fcckte &#8222;Helping Hand&#8220; zum Ende des ersten Sets und im weiteren Verlauf wechselte der Niederl\u00e4nder dann zu den, auch von <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Warren+Haynes\">Warren Haynes<\/a> gerne gespielten, Gibson Firebird-Gitarren.<\/p>\n<p>Im zweiten Set legten die vier Musiker in Sachen Intensit\u00e4t und Spielfreude noch einen oben drauf. Als Toptracks hab ich das hymnische, mit ein wenig &#8222;Freebird&#8220;-Esprit performte &#8222;Coming Home&#8220; auf meinem Notizzettel stehen. Herrlich auch das vor Power nur so strotzende Freddie King-Cover &#8222;Going Down&#8220; mit launig integriertem E-Gitarren-Hammond-Orgel-Duell zwischen Sas und dem rein \u00e4u\u00dferlich eher weniger nach Tasten-Virtuose, sondern mehr wie ein schlitzohriger Metzgermeister (&#8222;&#8230;darf es gerne eine Scheibe mehr sein&#8230;?&#8220;) wirkenden, wuchtigen Roland Bakker (auch mit einigen tollen HT-Piano-Einlagen), das seiner Frau gewidmete &#8222;Blues For J&#8220; (mit dezenten Gary Moore-Reminiszenzen) und das rhythmisch rockende &#8222;The Devil Got My Number&#8220; zum Ende des musikalischen Hauptteils.<\/p>\n<p>Unter zurecht tosendem Applaus und Zugabe-Ges\u00e4ngen lie\u00df das Quartett es sich nicht nehmen, noch Sas&#8216; bekannten Rory Gallagher-Pr\u00e4ferenzen zu huldigen. Der Bandleader schnappte sich eine Telecaster und slidete zun\u00e4chst den allseits beliebten &#8222;Bullfrog Blues&#8220; in Alleinunterhalter-Manier, bis sich der Rest seiner Kumpanen samt der schwer schuftenden Rhythmusfraktion Anagnostou\/Heijne und Bakker (erneut klasse HT-Piano) f\u00fcr ein furioses Finish dazu stie\u00dfen.<\/p>\n<p>Julian Sas und Band untermauerten nachhaltig, dass ihnen auf europ\u00e4ischen Blues Rock-Parkett nur sehr wenige Acts das Wasser reichen k\u00f6nnen. So kann ich erneut eine tadellose und vor allem \u00e4u\u00dferst energiegeladene Leistung im, wieder durch einen klaren und transparenten Sound gl\u00e4nzenden Adler, attestieren.<\/p>\n<p>Besonders gut gefallen hat mir, dass Julian, wie bereits erw\u00e4hnt, auch diverse Southern Rock-typische Akzente mit in manche Lieder einflie\u00dfen lie\u00df. Bei schw\u00fcl-warmen Temperaturen drau\u00dfen, gab es das f\u00e4llige Gewitter, allerdings wie damals schon, nur in musikalischer Hinsicht, und zwar innerhalb des Rheinberger Bluestempels. Und ich wette, dass auch diesmal bei Ernst Barten und seinem Adler-Publikum, wieder jede Menge Endorphine freigesetzt wurden&#8230;<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Line-up:<\/span><\/strong><br \/>\nJulian Sas (lead vocals, electric &amp; slide guitar)<br \/>\nRoland Bakker (piano, organ)<br \/>\nFotis Anagnostou (bass)<br \/>\nRob Heijne (drums)<\/p>\n<p>Bilder: Gernot Mangold<br \/>\nText: Daniel Daus<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.JulianSas.com\">Julian Sas<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/juliansasofficial\/\">Julian Sas bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.schwarzer-adler.de\">Schwarzer Adler<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit Julian Sas verbindet mich so ein Hauch von Nostalgie in eigener Sache. 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