{"id":1509,"date":"2015-12-14T06:55:00","date_gmt":"2015-12-14T05:55:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=1509"},"modified":"2020-07-09T10:25:35","modified_gmt":"2020-07-09T08:25:35","slug":"emory-quinn-the-road-company-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/emory-quinn-the-road-company-cd-review\/","title":{"rendered":"Emory Quinn &#8211; The Road Company &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Quin.jpg\" \/><\/p>\n<p>Auch wenn die Amis ja nicht viel Gutes auf dieser Welt zustande bringen, eines muss man ihnen aber lassen. Musik machen k\u00f6nnen sie und der Nachwuchs an wirklich talentierten Interpreten scheint, anders als in unseren Gefilden, schier unersch\u00f6pflich zu sein. Fast fragt man sich, ob die meisten Kinder nicht schon im Kreissaal mit einem Saiteninstrument in den H\u00e4nden aus dem Geburtskanal geschossen kommen&#8230;<\/p>\n<p>Auch die in San Antonio, Texas ans\u00e4ssigen Emory Quinn sind wieder so eine Truppe. Dort haben sich drei hochbegabte Multiinstrumentalisten zusammengefunden, die im letzten Jahr ihr zweites Werk, &#8222;The Road Company&#8220;, in Eigenregie ver\u00f6ffentlicht haben, nachdem bereits ihr Deb\u00fct &#8222;Letting Go&#8220; die Kritiker beeindrucken konnte. Der Bandname setzt sich aus den Mittelnamen der Herren Nathan (Emory) Rigney und Clint (Quinn) Bracher zusammen. Dazu gesellt sich noch als Dritter im Bunde Case Bell.<\/p>\n<p>Die drei spielen bis aufs Schlagzeug (da sind dann noch Drummer Adam Littman, Ernie Durawa und Dan Dreben mit involviert) auf dem Album eigentlich so alles, womit man im Roots-\/Country-Gewerbe genre-typische Kl\u00e4nge erzeugen kann. Clint Bracher, der auch s\u00e4mtliche St\u00fccke bis auf eines komponiert hat, bedient dazu mit sanft rauer Stimme das Mikro und erinnert an einen Wade Bowen.<\/p>\n<p>Eine wunderbare Synthese aus Country, Rock, Southern Rock und Bluegrass l\u00e4sst da mal wieder den Oberbegriff Americana durch den Raum schweben. Klasse Texte, grandiose Melodien und eine filigrane instrumentelle Umsetzung l\u00f6sen unweigerliche Begeisterung aus. Ein entscheidendes Trademark der Band sind dabei die St\u00fcck-intern eingeflochtenen \u00dcberraschungseffekte und die Vielseitigkeit in der Songpr\u00e4sentation, ohne aber den ber\u00fchmten roten Faden auch nur eine Sekunde aus dem Auge zu verlieren.<\/p>\n<p>So bekommt das eigentlich entspannt verlaufende &#8222;Highways Of Gold&#8220; pl\u00f6tzlich eine superschnelles Instrumental-Bridge verpasst, &#8222;Ships And Planes&#8220; einen Reggae-Rhythmus integriert (dazu noch ein Mandolinen-Solo und eine Organ-Passage) , &#8222;Blue Gone&#8220; und das mit Westernflair behaftete &#8222;Idabel&#8220; eine Southern Rock-kompatible E-Gitarrenphase (sogar z.T. mit Double-Leads) und &#8222;Dear London&#8220;, schon dem Titel entsprechend einen britisch anmutenden Ausklang (dezent U2-m\u00e4\u00dfig). Dazu wurde noch die einzige Fremdkomposition &#8222;Phone Went West&#8220; von der amerikanischen Rockband Mr. Morning Jacket in eine h\u00f6chst unterhaltsame Bluegrass-Fassung der Extraklasse verwandelt (mit Banjo, Fiddle, Mandoline).<\/p>\n<p>Insgesamt gesehen ist &#8222;The Road Company&#8220; von Emory Quinn ein Freudenfest f\u00fcr jeden Liebhaber der Roots- und modernen Country-Schiene. Nach <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=The+Band+Of+Heathens\">The Band Of Heathens<\/a><\/span> und <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Driveway\">Driveway<\/a><\/span> f\u00fcr mich mit das beste, was so in letzter Zeit in meinen CD-Player gewandert ist. Man fragt sich danach unweigerlich, warum noch keine Plattenfirma ihre F\u00fchler nach dem Trio ausgestreckt hat. W\u00e4re sicherlich ein idealer \u00dcbernahmekandidat f\u00fcr ein auf diesem Gebiet in unserem Lande emsiges und beliebtes Label, das nach einer blaufarbigen, dornigen Pflanze benannt ist&#8230;<\/p>\n<p><strong>Eigenproduktion (2008)<\/strong><br \/>\n<strong>Stil:\u00a0 Americana<\/strong><\/p>\n<p>01. Highway&#8217;s Of Gold<br \/>\n02. Dance With Me<br \/>\n03. Straight Through Me<br \/>\n04. No In Between<br \/>\n05. Ships And Planes<br \/>\n06. Blue Gone<br \/>\n07. Magnolia<br \/>\n08. Devil&#8217;s Disguise<br \/>\n09. Idabel<br \/>\n10. Better Next Year<br \/>\n11. Dear London<br \/>\n12. Phone Went West<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.shannoncurfman.com\">Shannon Curfman<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/shannon.curfman\">Shannon Curfman bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch wenn die Amis ja nicht viel Gutes auf dieser Welt zustande bringen, eines muss man ihnen aber lassen. Musik machen k\u00f6nnen sie und der Nachwuchs an wirklich talentierten Interpreten scheint, anders als in unseren Gefilden, schier unersch\u00f6pflich zu sein. 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