{"id":1495,"date":"2015-12-14T07:00:00","date_gmt":"2015-12-14T06:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=1495"},"modified":"2020-07-09T10:21:28","modified_gmt":"2020-07-09T08:21:28","slug":"shannon-curfman-what-youre-getting-into-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/shannon-curfman-what-youre-getting-into-cd-review\/","title":{"rendered":"Shannon Curfman &#8211; What You&#8217;re Getting Into &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/shan-e1432745620401.jpg\" \/><\/p>\n<p>Die aus North Dakota stammende Amerikanerin Shannon Curfman ist eines dieser (meist schnell) gehandelten Wunderkinder der Blues Rock-Szene, obwohl man in diesem Genre schon in der Regel dazu z\u00e4hlt, wenn man sein Deb\u00fct unter 60 Jahren schafft, oder? Aber nein, im Ernst, ihr Erstwerk &#8222;Loud Guitars, Big Suspicions&#8220; im Jahr 1999 mit gerade mal vierzehn Lenzen war schon wirklich beeindruckend, das M\u00e4del hat mit ihrer kr\u00e4ftigen Stimme und ihrem virtuosen Gitarrenspiel enormes Talent in die Wiege gelegt bekommen und diese Gegebenheiten auch blendend genutzt.<\/p>\n<p>Danach habe ich sie etwas aus dem Auge verloren und ihre EP von 2006 sowie das Nachfolgewerk von 2007 gar nicht so mitbekommen, die Kritiken waren allerdings wohl nicht so berauschend wie beim Erstling. Mit dem aktuellen Album &#8222;What You&#8217;re Getting Into&#8220; kn\u00fcpft sie wieder an ihre alte Form an. Aus der spindeld\u00fcrren Fahrradspeiche von einst ist mittlerweile eine recht gutbeleibte Person geworden, was sich vor allem auf ihr ohnehin immenses Stimmvolumen noch positiver ausgewirkt hat.<\/p>\n<p>Sieben Eigenkreationen stehen dabei drei Fremdkompositionen gegen\u00fcber. Die Curfman-St\u00fccke bieten dynamischen, kr\u00e4ftigen Blues Rock mit all seinen Facetten (von straightem Rock \u00fcber Delta Blues bis hin zu swampigen, psychedelischen und Fusion-Elementen) immer in Verbindung mit ihrer herrlich rotzigen R\u00f6hre, die teilweise auch einer Beth Hart \u00e4hnelt. Meine Favoriten sind hier das er\u00f6ffnende Titelst\u00fcck (Drumpoltern, starkes E-Solo, Harmonieges\u00e4nge) und das slidelastige &#8222;Curious&#8220;, mit der in Framptonscher Manier gebrachten Wah-Wah-Einlage. Mir fehlt eigentlich nur, dass sie, anders wie beim Deb\u00fct, mal Luft zum Atmen gew\u00e4hrt. Die sch\u00f6nen, melodischen Tracks im Stile einer <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Sheryl+Crow\">Sheryl Crow<\/a><\/span> von damals sucht man hier vergebens, es wird von vorne bis hinten Gas gegeben.<\/p>\n<p>Bei den drei Covernummern nimmt Shannon es dann mit drei ganz Gro\u00dfen der Rockmusikgeschichte auf. Zum einen bringt sie im Duett mit <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Joe+Bonamassa\">Joe Bonamassa<\/a> das<br \/>\n<span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Eric+Clapton\">Eric Clapton<\/a><\/span>-\/Marcy Levy-St\u00fcck &#8222;The Core&#8220; vom legend\u00e4ren &#8222;Slowhand&#8220;-Album (als erfrischendes Update, klasse Gitarrenspiel von beiden, vokaltechnisch gesehen singt Shannon den guten Joe nat\u00fcrlich locker an die Wand), zum zweiten eine klasse Version von Queens &#8222;Dragon Attack&#8220;, eine eher weniger im Rampenlicht stehende Brian May-Kreation von deren kommerziell \u00e4u\u00dferst erfolgreichen Scheibe &#8222;The Game&#8220; (u.a. mit &#8222;Another One Bits The Dust&#8220; und &#8222;Crazy Little Thing Called Love&#8220;) hier in einer recht rauen, dezent psychedelischen Pr\u00e4sentation und zu guter Letzt eine hervorragende, dynamische Neueinspielung des Fleetwood Mac-\/Peter Green- Klassikers &#8222;Oh Well&#8220; (herrlich feurige Gitarren und Soli).<\/p>\n<p>Die Curfman-Version sollte sich Peter Green besser nicht anh\u00f6ren. Shannons brachiales, gesangliches Gekeife k\u00f6nnte erneut auf ihn eine \u00e4hnlich verst\u00f6rende Wirkung haben, wie der damalige, omin\u00f6se LSD-Trip in der Landshuter Landkommune, von dem sich Green der Legende nach angeblich bis heute geistig nicht mehr richtig erholt hat. Ich vermute allerdings eher, dass die Gefahr des unertr\u00e4glichen Anblicks vom kopulierfreudigen Rainer Langhans in n\u00fcchternem Zustand der wahre Grund gewesen ist, sich der R\u00fcckkehr in die &#8218;reale&#8216; Welt zu verweigern&#8230;<\/p>\n<p>Alles in allem hat Shannon Curfman mit &#8222;What You&#8217;re Getting Into&#8220; die Kurve wieder bekommen. Aus dem einstigen Wunderkind ist mittlerweile eine reife junge Dame und Musikerin geworden. \u00c4hnlich wie Davy Knowles mit &#8222;Coming Up For Air&#8220; hat sie ein kurzweiliges Werk geschaffen, das dem oftmals angestaubten Genre mit seiner Frische, Kraft und Dynamik mehr als gut tut. Die Produktion (Shannon mit Jason Miller) ist glasklar und fett, alle Song-Texte sind im Booklet enthalten. I gladly got into it!<\/p>\n<p><strong>Purdy Records (2010)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil:\u00a0 Blues Rock<\/strong><\/p>\n<p>01. What You&#8217;re Getting Into<br \/>\n02. Free Your Mind<br \/>\n03. The Core<br \/>\n04. Heaven Is In Your Mind<br \/>\n05. All I Have<br \/>\n06. Curious<br \/>\n07. Oh Well<br \/>\n08. What Would Mama Say<br \/>\n09. Dragon Attack<br \/>\n10. Strange<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.shannoncurfman.com\">Shannon Curfman<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/shannon.curfman\">Shannon Curfman bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die aus North Dakota stammende Amerikanerin Shannon Curfman ist eines dieser (meist schnell) gehandelten Wunderkinder der Blues Rock-Szene, obwohl man in diesem Genre schon in der Regel dazu z\u00e4hlt, wenn man sein Deb\u00fct unter 60 Jahren schafft, oder? 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