{"id":14293,"date":"2017-05-06T10:01:57","date_gmt":"2017-05-06T08:01:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=14293"},"modified":"2017-05-06T10:20:54","modified_gmt":"2017-05-06T08:20:54","slug":"chris-stapleton-from-a-room-volume-1-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2017\/05\/06\/chris-stapleton-from-a-room-volume-1-cd-review\/","title":{"rendered":"Chris Stapleton &#8211; From A Room Volume 1 &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Stapleton_300.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-14308\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Stapleton_300.jpg\" alt=\"Stapleton_300\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Stapleton_300.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Stapleton_300-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Stapleton_300-109x109.jpg 109w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/05\/Stapleton_300-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ich schreibe ja schon seit mittlerweile fast zwanzig Jahren CD-Reviews und ein\u00a0Gro\u00dfteil davon war immer dem New Country-Bereich gewidmet\u00a0gewesen. Ein\u00a0\u00fcber die Jahre gef\u00fchlter, unterschwelliger Begleiter war Chris Stapleton, zwar nicht rein musikalisch, allerdings auf gesch\u00e4tzt, unglaublich vielen Alben, meist als Co-Songwriter. Und in der Tat hat er ja auch so ziemlich f\u00fcr alles, was Rang und Namen hat, wie u. a. George Strait, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Kenny+Chesney\">Kenny Chesney<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Luke+Bryan\">Luke Bryan<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Tim+McGraw\">Tim McGraw<\/a> und sogar f\u00fcr Popstern Adele als kreativer Ideengeber gewirkt.<\/p>\n<p>Selbst\u00a0auf dem neuen Jubileumsalbum der ebenfalls preisgekr\u00f6nten <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Rascal+Flatts\">Rascal Flatts<\/a>, das demn\u00e4chst hier besprochen wird, hat er mit &#8222;Vandalized&#8220; schon wieder seine Finger mit im Spiel. Unterdr\u00fcckt man mal seine ersten eigenen \u00fcberschaubaren musikalischen Erfolge als reiner Musiker mit der Bluegrass-Band The SteelDrivers,\u00a0ging es bei ihm aber erst 2015 mit dem Solo-Album &#8222;Traveller&#8220; so richtig los, ja es brach mit den CMA-Awards, als er gleich drei Titel abr\u00e4umte, fast schon ein richtiger Hype um seine Person aus.<\/p>\n<p>Ob dem kauzigen, eher introvertiert wirkenden \u00a0Rauschebarttr\u00e4ger der ganze Rummel so recht ist, wird\u00a0er vermutlich nur selber wissen. &#8222;Traveller&#8220; hat mich nat\u00fcrlich ebenfalls begeistert. Diese unaufdringlich instrumentierten Songs mit ihrer Melodik, dem hohen Wiederkennungswert und der starken Stimme des Protagonisten, sind schon wirklich faszinierend. So stieg die Spannung auf den Nachfolger in den letzten Wochen nat\u00fcrlich betr\u00e4chtlich.<\/p>\n<p>Jetzt ist sein neues Werk mit dem Namen &#8222;From A Room &#8211; Volume 1&#8220; endlich da. Der Titel &#8218;Volume 1&#8216; suggeriert nat\u00fcrlich bereits, dass es weitere Auflagen geben wird und\u00a0tats\u00e4chlich ist auch f\u00fcr Ende des Jahres die n\u00e4chste Ausgabe geplant.<\/p>\n<p>Was soll man sagen, die Scheibe ist klasse, aber auch von einer ergreifenden Schlichtheit gepr\u00e4gt! Das f\u00e4ngt mit dem nicht sonderlich visuell auff\u00e4lligen Cover-Artwork an (nicht mal der Titel der Scheibe wurde auf dem Frontbild abgebildet, mit gerade mal neun, kompakt gehaltenen, kurzen Tracks, wurde die Maximalspielzeit einer CD nicht gerade ausgereizt, und die nat\u00fcrlich wieder bestechenden Songs, orientieren\u00a0sich verst\u00e4ndlicher Weise auch am sparsam instrumentierten Erfolgsrezept des Vorg\u00e4ngers.<\/p>\n<p>Der vorab ausgekoppelte Opener &#8222;Broken Halos&#8220; erinnert an den Titelsong des Deb\u00fcts, beim folgenden Schwofer &#8222;Last Thing I Needed, First Thing This Morning&#8220; (mit sch\u00f6n qu\u00e4kender Mundharmonika, klasse Harmonieges\u00e4nge von seiner Frau Morgane), der einzigen Fremdkomposition, ist die spannende Frage, ob Chris einen \u00e4hnlichen Erfolg, wie einst 1983\u00a0<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Willie+Nelson\">Willie Nelson<\/a>, mit dem Lied erz\u00e4hlen kann.<\/p>\n<p>Kommen wir zu meinem Lieblingsst\u00fcck: &#8222;Second One To Know&#8220; ist der lebende beweis, dass Stapleton auch richtig (southern) rocken kann, klasse hier seine rotzige Stimme und sein E-Gitarren-Solo. \u00a0&#8222;Up To No Good Livin'&#8220; ist ein steel-getr\u00e4nkter Slow-Waltz, wieder ist der Duettgesang des Ehepaars beeindruckend. &#8218;Reduktion&#8216; ist das Stichwort bez\u00fcglich des nur mit einer Akustikgitarre und Gesang konstruierten &#8222;Either Way&#8220;. Hier greift nat\u00fcrlich Stapletons grandiose Stimme, die sich dann auch brillant entfaltet.<\/p>\n<p>Mit St\u00fcck 6 &#8222;I Was Wrong&#8220; wechselt der Protagonist von der Countryschiene mehr auf die Bluesebene. Ein wunderbarer Slow-Blues voller Atmosph\u00e4re, tollen E-Gitarren und ergreifendem Gesang. Hier hast du wirklich, zumindest, was den Song betrifft, nix falsch gemacht, Chris!<\/p>\n<p>Das ruhige &#8222;Without Your Love&#8220; h\u00e4tte auch gut auf <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Eric+Clapton\">Claptons<\/a> damaliges &#8222;Ocean Boulevard 461&#8220; gepasst. Tolle Nummer! Der Countryrock-Blues &#8222;Them Stems&#8220; hat ein \u00e4hnlich rotzig freches Flair wie die eines Dan Bairds. Macht Laune.\u00a0Bevor es jetzt zu \u00fcberschw\u00e4nglich wird, tritt Chris dann aber wieder auf die Bremse, um sich mit einem dezent introvertiert und psychedelisch-bluesig gehaltenen &#8222;Death Row&#8220; wieder in seine Komfortzone zu begeben und gleichzeitig zu verabschieden.<\/p>\n<p>Fazit: Das neue Album von Chris Stapleton &#8222;From A Room Volume 1&#8220; ist schon richtig stark,\u00a0aber nicht unbedingt auch ein Grund, vor Freude einen Doppelsalto mit dreifach angeschlossenem Flickflack zu machen. Bei allem Tamtam,\u00a0das jetzt vermutlich wieder um seine Person veranstaltet wird, meine ich, dass man hier bei neun St\u00fccken und nicht revolution\u00e4r neuer Musik, durchaus den Ball auf angepasster H\u00f6he halten k\u00f6nnte. Und ich spekuliere mal, Chris pers\u00f6nlich wird das, von seinem Typus her, im Innersten, vermutlich auch \u00e4hnlich sehen. Trotzdem ist nat\u00fcrlich eine\u00a0absolute Kaufempfehlung zu attestieren.<\/p>\n<p><strong>Mercury Records (2017)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil:\u00a0New Country<\/strong><\/p>\n<p>01. Broken Halos<br \/>\n02. Last Thing I Needed, First Thing This Morning<br \/>\n03. Second One To Know<br \/>\n04. Up To No Good Livin&#8216;<br \/>\n05. Either Way<br \/>\n06. I Was Wrong<br \/>\n07. Without Your Love<br \/>\n08. Them Stems<br \/>\n09. Death Row<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.ChrisStapleton.com\">Chris Stapleton<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/chrisstapletonofficial\">Chris Stapleton bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.universalmusic.com\">Universal Music International<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich schreibe ja schon seit mittlerweile fast zwanzig Jahren CD-Reviews und ein\u00a0Gro\u00dfteil davon war immer dem New Country-Bereich gewidmet\u00a0gewesen. 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