{"id":1422,"date":"2015-12-14T07:05:00","date_gmt":"2015-12-14T06:05:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=1422"},"modified":"2020-07-09T10:18:49","modified_gmt":"2020-07-09T08:18:49","slug":"melanie-dekker-lekker-dekker-live-2010-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/melanie-dekker-lekker-dekker-live-2010-cd-review\/","title":{"rendered":"Melanie Dekker &#8211; Lekker Dekker Live 2010 &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Mel_4.jpg\" \/><\/p>\n<p>Ich hatte ja bereits 2009 das Vergn\u00fcgen, die \u00e4u\u00dferst sympathische Musikerin aus Vancouver, Kanada, live erleben zu d\u00fcrfen, als sie mit ihrem langj\u00e4hrigen musikalischen Weggef\u00e4hrten Jason Nett im Lintforter ABC-Keller eine feine Vorstellung gab.<\/p>\n<p>Melanie wurde im Rahmen dieser Europa-Tournee von Elyse Jacobsen (Violine, Harmonies) und Mike Bell (Keyboards, Perkussion, Harmonies) begleitet, das hier zu besprechende Live-Album, enth\u00e4lt allerdings Mitschnitte von Auftritten aus Wien (\u00d6sterreich), Ahaus (Deutschland) und Ebeltoft in D\u00e4nemark. Ein sehr spezielles Live-Album, wie ich finde. Gut, rein von der Besetzung und der Tatsache, dass Melanie noch vornehmlich einem Insider-Publikum vorbehalten ist, war klar, dass hier nicht ein \u00dcbersch\u00e4umen an musikalischen Emotionen aufgezeichnet werden w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Aber dass dieses Dokument ein so derartig intimes Flair aufweisen w\u00fcrde, war f\u00fcr mich doch recht \u00fcberraschend, denn die gute Melanie ist an sich ein recht temperamentvoller Mensch. Sehr minimalistisch vorgetragene St\u00fccke, ganz wenig Ansagen von Melanie vor den Tracks und kaum Applaus nach den St\u00fccken, gediegene Wohnzimmeratmosph\u00e4re omnipresent, fast eher aber wie im Studio. Ein Erkl\u00e4rungsansatz w\u00e4re, dass ein Gro\u00dfteil der Lieder vom Wiener Auftritt aufgezeichnet wurde, wobei man den Anwesenden wohl vorher vergessen hatte, explizit mitzuteilen, dass nach dem Songende auch geklatscht werden darf&#8230;<\/p>\n<p>Aber Spa\u00df beiseite, von einer Live-Scheibe erwarte ich halt auch ein wenig L\u00e4rm drum herum. An der Musik gibt es nat\u00fcrlich nichts zu deuteln. Melanies variable Stimme, ihr flockiges Gitarrenspiel, sowie das oftmals kammermusikartige Violinieren der Jacobsen und auch die filigranen Pianotupfer von Bell lassen keinen Zweifel daran, dass man es mit K\u00f6nnern der Materie zu tun hat. So sind es auch letztendlich die flotteren St\u00fccke wie &#8222;Saturday Night Show&#8220; (mit ein bisschen Gypsy-Touch), &#8222;Little Miracle&#8220; (sch\u00f6ne Tempowechsel), die ein wenig Shania-angehauchten &#8222;Hype (Somebody&#8217;s Baby)&#8220; und &#8222;I Said I&#8220;, das recht rockige &#8222;Oh Yeah!&#8220; (hier kommuniziert Melanie mal vor Songbeginn mit dem Audtorium) und das mit frechem Gesang bedachte &#8222;Soul Back&#8220;, die f\u00fcr etwas Schwung sorgen.<\/p>\n<p>Sch\u00f6ne Beispiele f\u00fcr Mels gesangstechnische Variabilit\u00e4t bieten &#8222;Hollow&#8220; (im Stile von <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Melissa+Etheridge\">Melissa Etheridge<\/a><\/span>), &#8222;Here &amp; Now&#8220; (ein leichter <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Bon+Jovi\">Bon Jovi<\/a><\/span>-Teint im Refrain) und oder das Elfenhafte, Marke Kate Bush, beim Titel &#8222;Flowers&#8220; und dem dazu sehr gut passenden blumigen Gitarrenspiel. Ingesamt ist Melanie Dekkers &#8222;Lekker Dekker Live 2010&#8220; eher ein Tondokument zum Besinnen, ein sch\u00f6nes Teil f\u00fcr Genie\u00dfer ruhigerer, reduzierter T\u00f6ne. Teilweise fehlt mir dann doch mal eine E-Gitarre.<\/p>\n<p>Ich pers\u00f6nlich h\u00e4tte aus diesem Stoff eher ein Akustik-Studio-Album fabriziert, f\u00fcr ein Live-Album w\u00e4re ein elektrischer Rahmen, mit tosendem Applaus und Zugaberufen am Ende sicherlich die bessere und zu ihrem Naturell passendere Wahl gewesen, denn irgendwie ist Melanie doch eher ein &#8218;flotter Feger&#8216;! Die CD kann \u00fcber Mels Homepage im Store f\u00fcr 15 Dollar geordert werden.<\/p>\n<p><strong>Elephant Ears Entertainment (2010)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil:\u00a0 Singer \/ Songwriter<\/strong><\/p>\n<p>01. Lullaby<br \/>\n02. Shakespeare Says<br \/>\n03. Maybe We&#8217;re The Angels<br \/>\n04. Saturday Night Show<br \/>\n05. Little Miracle<br \/>\n06. Somebody&#8217;s Baby (Hype)<br \/>\n07. Hollow<br \/>\n08. Oh Yeah!<br \/>\n09. Soul Back<br \/>\n10. Blush<br \/>\n11. Wounded Soldier<br \/>\n12. Wishful Thinking (Echo Song)<br \/>\n13. I Said I<br \/>\n14. Here &amp; Now<br \/>\n15. Flowers<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.melaniedekker.com\">Melanie Dekker<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/meldekker\">Melanie Dekker bei Facebook<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich hatte ja bereits 2009 das Vergn\u00fcgen, die \u00e4u\u00dferst sympathische Musikerin aus Vancouver, Kanada, live erleben zu d\u00fcrfen, als sie mit ihrem langj\u00e4hrigen musikalischen Weggef\u00e4hrten Jason Nett im Lintforter ABC-Keller eine feine Vorstellung gab. 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