{"id":1385,"date":"2015-12-14T07:17:00","date_gmt":"2015-12-14T06:17:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=1385"},"modified":"2019-09-18T18:26:19","modified_gmt":"2019-09-18T16:26:19","slug":"sheryl-crow-feels-like-home-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/sheryl-crow-feels-like-home-cd-review\/","title":{"rendered":"Sheryl Crow &#8211; Feels Like Home &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/SC_300.jpg\" alt=\"SC_300\" width=\"300\" height=\"300\" class=\"alignnone size-full wp-image-37901\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/SC_300.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/SC_300-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/SC_300-109x109.jpg 109w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/SC_300-100x100.jpg 100w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Gut drei Jahre ist es her, dass sich Sheryl Crow mit &#8222;100 Miles From Memphis&#8220; ein wenig in Soul-Sph\u00e4ren gewagt hatte, was bei einer Musikerin ihrer Kragenweite nat\u00fcrlich zu sehr diversen Reaktionen und Kritiken gef\u00fchrt hatte. Mit ihrem neuen Werk &#8222;Feels Like Home&#8220; bewegt sie sich mit auf Nashville fokussiertem Country\/New Country erneut auf, zumindest f\u00fcr sie, nicht ganz allt\u00e4glichem Parkett.<\/p>\n<p>Um es vorwegzunehmen, diese Art von Musik liegt ihr deutlich besser als die des Vorg\u00e4ngers, weil sie wesentlich mehr Bezugspunkte zu ihrem urspr\u00fcnglichen &#8218;Kerngesch\u00e4ft&#8216;, (Rock\/Pop mit Folk- und Country-Elementen) mit dem ihr kometenhafter Aufstieg einst begann, aufweist. Ja, lang ist&#8217;s her, ich habe sie damals Mitte der Neunziger mal live im Vorprogramm von Joe Cocker gesehen, da ahnte man schon, dass sie musikalisch zu deutlich mehr pr\u00e4destiniert ist.<\/p>\n<p>Sheryl Crow erlebte trotz des Erfolges nicht nur Sonnenschein. Ihre als Solok\u00fcnstlerin vermarktete Karriere f\u00fchrte direkt am Anfang zum Zerw\u00fcrfnis mit den damaligen Mitmusikern, ihre zwischenzeitlichen Liaisons mit Doping-S\u00fcnder Lance Armstrong (w\u00e4re sicher mal interessant zu wissen, was sie da wohl so alles mitgekriegt hat?) und anderen prominenten Pers\u00f6nlichkeiten (u. a. <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Eric+Clapton\">Eric Clapton<\/a><\/span>, Schauspieler Owen Wilson) verliefen alles andere als gl\u00fccklich, dazu kamen noch ihre Brustkrebserkrankung und ein (gl\u00fccklicherweise gutartiger) Gehirntumor. Das alles hat sie vermutlich zu einer K\u00e4mpfernatur gemacht.<\/p>\n<p>So kommt ihr neuer Versuch, im Nashville-Dunstkreis Fu\u00df zu fassen, auch so ein bisschen einer aus dem Leben heraus resultierenden &#8218;Stehaufweibchen&#8216;-Mentalit\u00e4t gleich. Hier wird sie dann allerdings im Prinzip auch mit offenen T\u00fcren empfangen. Arrivierte Songschreiber standen ihr zur Seite (u. a. Chris Dubois, Luke Laird, Chris Stapelton, Al Anderson, <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Leslie+Satcher\">Leslie Satcher<\/a><\/span>, Natalie Hemby), absolute Klassemusiker der Studioszene (Greg Morrow, Glenn Worf, Tom Bukovac, Kenny Greenberg, Charlie Judge, Dan Dugmore, Ilya Toshinsky, etc.), dazu illustre G\u00e4ste wie <span style=\"color: #333333;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Brad+Paisley\">Brad Paisley<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Vince+Gill\">Vince Gill<\/a> <\/span>oder Zac Brown und mit Justin Niebank ein erfahrener Producer, der wei\u00df, wo in Music City der Countryhase langl\u00e4uft.<\/p>\n<p>Eigentlich w\u00e4re es unter diesen Voraussetzungen schon fast einem Wunder gleichgekommen, wenn hier nicht ein tolles Album herausgekommen w\u00e4re. Und im Prinzip erf\u00fcllt der Silberling dann auch die in ihn gesetzten Erwartungen. Eine sch\u00f6ne Mischung aus rockigeren, einigen Midtempo- und auch balladeskeren Tracks. Crow wei\u00df ihre variable Stimme dem Flair der St\u00fccke perfekt anzupassen, die Musiker wissen ebenso, dass bei solch einer prominenten Pers\u00f6nlichkeit dann auch entsprechendes instrumentelles Niveau gefahren werden muss.<\/p>\n<p>Das fluffige &#8222;Easy&#8220; mit seinem Easy-Listening-Gute-Laune-Teint hat es dann auch sofort in die Top-20 geschafft. Besonders gefallen die energiegeladenen Tracks wie &#8222;Shotgun&#8220;, &#8222;We Oughta Be Drinkin'&#8220; (beide mit dezenten &#8222;All I Wanna Do&#8220;-Reminiszenzen und sch\u00f6nen E-Gitarren), &#8222;Nobody&#8217;s Business&#8220; (southern-rockig) oder &#8222;Best Of Times&#8220; (rootsig, sch\u00f6ne Harp-Einlage). &#8222;Callin&#8216; Me When I&#8217;m Lonely&#8220; im flotten Countryblues-Stil und &#8222;Crazy Ain&#8217;t Original&#8220; mit seinem Frontporch-Veranda-Feeling wissen ebenfalls zu begeistern.<\/p>\n<p>Bei den typischen Country-Balladen &#8222;Give It To Me&#8220;, &#8222;Waterproof Mascara&#8220;, &#8222;Homesick&#8220; (guter Text &#8211; alle sind \u00fcbrigens im Faltbooklet enthalten) und dem finalen &#8222;Stay At Home Mother&#8220; h\u00e4tte Niebank dann doch gerne ein wenig mehr auf die Emotionalit\u00e4tsbremse treten d\u00fcrfen. Also auch noch simulierte Kirchenglocken zu den diversen Streicheruntermalungen sind dann doch ein-, zweimal ein bisschen viel des Guten &#8211; im Gesamtkontext zum starken Rest dann aber eher eine Randnotiz und letztendlich doch verkraftbar.<\/p>\n<p>Fazit: Sheryl Crows erster reiner eigenst\u00e4ndiger Ausflug ins Country-\/New Country-Genre ist insgesamt nahezu perfekt gelungen. Die Songs gehen angenehm ins Ohr und sind anspruchsvoll instrumentiert. Eine gute Balance zwischen Mainstream (der eigentlich nur ganz dezent und unterschwellig stattfindet) und traditioneller Darbietung ist gefunden worden. Aus Sheryls engagiertem, variablem und scheinbar leicht von der Zunge gehendem Gesang sowie auch der Wahl des Albumtitels &#8222;Feels Like Home&#8220; l\u00e4sst sich ein gewisses Wohlbefinden im Genre konstatieren. Stoff irgendwo in der Schnittmenge zwischen <span style=\"color: #333333;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Faith+Hill\">Faith Hill<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Lee+Ann+Womack\">Lee Ann Womack<\/a><\/span> und Martina McBride auf der einen Seite sowie Pistol Annies, <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=The+Wreckers\">The Wreckers<\/a><\/span> oder <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Julie+Roberts\">Julie Roberts<\/a><\/span> auf der anderen. So darf es gerne weitergehen, Ms. Crow!<\/p>\n<p><strong>Warner Music Nashville (2013)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: New Country<\/strong><\/p>\n<p>01. Shotgun<br \/>\n02. Easy<br \/>\n03. Give It To Me)<br \/>\n04. We Oughta Be Drinkin&#8216;<br \/>\n05. Callin&#8216; Me When I&#8217;m Lonely<br \/>\n06. Waterproof Mascara<br \/>\n07. Crazy Ain&#8217;t Original<br \/>\n08. Nobody&#8217;s Business<br \/>\n09. Homesick<br \/>\n10. Homecoming Queen<br \/>\n11. Best Of Times<br \/>\n12. Stay At Home Mother<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.sherylcrow.com\">Sheryl Crow<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/sherylcrow\">Sheryl Crow bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gut drei Jahre ist es her, dass sich Sheryl Crow mit &#8222;100 Miles From Memphis&#8220; ein wenig in Soul-Sph\u00e4ren gewagt hatte, was bei einer Musikerin ihrer Kragenweite nat\u00fcrlich zu sehr diversen Reaktionen und Kritiken gef\u00fchrt hatte. 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