{"id":1367,"date":"2015-12-14T07:13:00","date_gmt":"2015-12-14T06:13:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=1367"},"modified":"2020-07-08T19:36:35","modified_gmt":"2020-07-08T17:36:35","slug":"cold-truth-grindstone-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/cold-truth-grindstone-cd-review\/","title":{"rendered":"Cold Truth &#8211; Grindstone &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/grindstone.jpg\" \/><\/p>\n<p>Ich hatte bei Cold Truth eigentlich keine Zweifel, dass das oft so schwierige dritte Album einer Band nach zwei Klassewerken (vor allem dem saustarken Vorg\u00e4nger &#8222;<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/cold-truth-do-watcha-do-cd-review\/\">Do Watcha Do<\/a>&#8222;) der vorgegebenen Pace und der damit verbundenen immensen Erwartungshaltung nicht standhalten k\u00f6nnte. Erst recht nicht, als ich vor kurzem die Bewertung des gesch\u00e4tzten Schreibkollegen Steve Braun zur vorab ausgegebenen 5-Song-EP mit Neugier und Freude zugleich vernommen hatte.<\/p>\n<p>Mittlerweile liegt mir der komplette Silberling mit insgesamt zw\u00f6lf Tracks vor, der nicht nur den anspruchsvollen Status Quo wahrt, sondern sogar die Messlatte wieder in beeindruckender Art noch ein wenig h\u00f6her schraubt, so dass ich mir guten Herzens erlaube, dem Quartett, bestehend aus S\u00e4nger Thane Shearon, Gitarrist Kurt Menck, Bassist Abe White und Drummer Matt Green, bereits zum zweiten Mal ein blendendes Arbeitszeugnis auszustellen.<\/p>\n<p>Der Rock-Vierer aus Nashville, Tennessee, setzt erneut auf Konstanz, was Songwriting (die meisten Lieder stammen wieder aus der Feder des Duos Shearon und Menck, aber auch Green und White bringen sich jeweils einmal ein), Produktion (wieder zusammen mit Michael St. Leon) und sparsamem Musikereinsatz (mit Bekka Bramlett und Chris Carmichael nur zwei G\u00e4ste an Bord) betrifft.<\/p>\n<p>Das grandios er\u00f6ffnende Trio (&#8222;Livin&#8216; Hard&#8220;, &#8222;Where The Music Takes Me&#8220;, und der potentielle neue Biker-Hit &#8222;No Sleep Still Sturgis&#8220; (herrlich die Thin Lizzy-Ged\u00e4chtnis-Twin-Passage) gleicht 1. 1 der EP und bekommt mit dem knackigen, in Bad Company-Manier lasziv rockenden &#8222;Leave Your Leather On&#8220; ein weiteres Highlight hinzugef\u00fcgt. Der vielleicht etwas andere Musikstoff f\u00fcr die einschl\u00e4gige Tabledance Bar um die Ecke&#8230;<\/p>\n<p>Der Titelsong &#8222;Grindstone&#8220; malmt, seinem Titel gerecht, mit einem wunderbar an AC\/DC reminiszierenden E-F\u00fchrungs-Riff alles nieder, was in die musikalische Quere kommt. Nach diesem insgesamt ziemlich heftigen Auftakt, bescheren uns Shearon, Menck &amp; Co. mit &#8222;The Long White Line&#8220; (\u00fcbrigens nicht Christoph Daum gewidmet) eine erste atmosph\u00e4rische Ruhepause, die aber wieder mit exzellenter E-Gitarrenarbeit, inklusiver Double Leads-Elemente, durchzogen ist. In eine \u00e4hnliche Kerbe schl\u00e4gt auch das sp\u00e4ter folgende &#8222;Last Man Alive&#8220;.<\/p>\n<p>&#8222;New Horizon&#8220; l\u00e4sst erneut Bad Company-Wolken am Firmament aufziehen, dem ein <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=ZZ+Top\">ZZ Top<\/a><\/span> durchtr\u00e4nkter Texas Blues-Rocker in Form von &#8222;Hands On The Wheel&#8220; auf dem Fu\u00dfe folgt. Bei &#8222;Take Up The Serpents&#8220; brodelt es southern-rockig in bester <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Lynyrd+Skynyrd\">Skynyrd&#8217;scher<\/a><\/span>\u00a0&#8222;Gimme Back My Bullets&#8220;-Manier, klasse hier der verspielte E-Gitarren-Ausklang.<br \/>\nKommen wir zu meinem pers\u00f6nlichen Highlight. Als Liebhaber von weiblichen Background- und Harmonieges\u00e4ngen, gibt es mit einer meiner absoluten Lieblingss\u00e4ngerinnen in Nashville-Gefilden, Bekka Bramlett, eine eine furiose Gastbeteiligung. Beim kleinen, dreckigen, von Twin-Gitarren ummantelten Rocker &#8222;Give It Time&#8220; rotzt die vielgebuchte R\u00f6hre in ihrer unnachahmlichen Art dem ebenfalls gro\u00df aufsingenden Thane Shearon immer wieder unwiderstehlich entgegen. Gesangskunst beider auf Weltklasse-Niveau! Herrlich!<\/p>\n<p>Dem abschlie\u00dfenden hymnischen &#8222;Free Man&#8220; wurden bereits durch Steve Braun die passenden Worte gewidmet. Die erw\u00e4hnte, von Chris Carmichael (wirklich sehr sch\u00f6n und harmonisch, ohne jeden Anflug von Kitsch) im Studio arrangierte String-Passage bietet sich nahezu an, live durch ein southern-typisches Gitarrenfinale als absolutes i-T\u00fcpfelchen ersetzt zu werden. Toller Abschluss. Der Gesamtsound des Albums ist \u00fcbrigens selbst bei erh\u00f6hter Lautst\u00e4rke recht transparent gelungen. Cold Truth lassen auch mit ihrem dritten Werk &#8222;Grindstone&#8220; nichts unversucht, dem Spirit vieler klassischer Rock-Bands, die unser Leben seit den siebziger Jahren nachhaltig begleitet haben, mit vielen eigenen Ideen, neuen Zeitgeist einzuhauchen. Und das ist wieder mal blendend gelungen!<\/p>\n<p>Kommen wir nun zu den Ungerechtigkeiten dieser Erde. Die nackte Wahrheit (freie \u00dcbersetzung) ist leider, dass dieses Quartett aus Nashville mit solcher Musik in der zuvor erw\u00e4hnten Zeit, aller Wahrscheinlichkeit nach, zur gutbezahlten Elite der Szene gez\u00e4hlt h\u00e4tte, heute leider aber immer noch, h\u00e4nderingend nach einem Plattenvertrag, Klinken putzen muss. Wo sind hier die mutigen Entscheider der gr\u00f6\u00dferen Labels in Music City, die auch mal f\u00fcr einen kurzen Moment das Country-Auge zudr\u00fccken k\u00f6nnen? Aber wie dem auch sei. erneut absolute Zulegeempfehlung!<\/p>\n<p><strong>Eigenproduktion (2014)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil:\u00a0 Southern Rock \/ Hard Rock<\/strong><\/p>\n<p>01. Livin&#8216; Hard<br \/>\n02. Where The Music Takes Me<br \/>\n03. No Sleep &#8218;Til Sturgis<br \/>\n04. Leave Your Leatrher On<br \/>\n05. Grindstone<br \/>\n06. The Long White Line<br \/>\n07. New Horizon<br \/>\n08. Hands On The Wheel<br \/>\n09. Last Man Alive<br \/>\n10. Take Up Serpents<br \/>\n11. Give It Time<br \/>\n12. Free Man<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.coldtruth.net\">Cold Truth<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/coldtruthmusic\">Cold Truth bei Facebook<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich hatte bei Cold Truth eigentlich keine Zweifel, dass das oft so schwierige dritte Album einer Band nach zwei Klassewerken (vor allem dem saustarken Vorg\u00e4nger &#8222;Do Watcha Do&#8222;) der vorgegebenen Pace und der damit verbundenen immensen Erwartungshaltung nicht standhalten k\u00f6nnte. 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