{"id":1345,"date":"2015-12-14T00:28:00","date_gmt":"2015-12-13T23:28:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=1345"},"modified":"2020-07-13T10:38:13","modified_gmt":"2020-07-13T08:38:13","slug":"cinderella-live-at-the-mohegan-sun-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/cinderella-live-at-the-mohegan-sun-cd-review\/","title":{"rendered":"Cinderella &#8211; Live At The Mohegan Sun &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Cin.jpg\" \/><\/p>\n<p>Cinderella geh\u00f6rten zwischen 1988 und 1994 mit ihren Werken &#8222;Long Cold Winter&#8220;, &#8222;Heartbreak Station&#8220; und &#8222;Still Climbing&#8220; zu den Favoriten meines doch recht \u00fcberschaubaren CD-Bestandes an Hard Rock-Bands, meine eigentliche Passion f\u00fcr andere Musikarten d\u00fcrfte ja hinl\u00e4nglich bekannt sein. F\u00fcr mich stellten sie eine angenehme Alternative zu AC\/DC dar, vor allem aufgrund ihrer doch etwas variableren Songgestaltung, da sie ja auch immer wieder Blues-, dezente Southern- und Countryrockelemente mit in ihre Musik einflie\u00dfen lie\u00dfen (sogar Bl\u00e4ser und Fiddle waren kein Tabu).<\/p>\n<p>Nach <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Tom+Keifer\">Tom Keifers<\/a> stimmlichen Problemen und dem kommerziellen Flop von &#8222;Still Climbing&#8220; verlor ich die Band mangels kreativen Nachschubs aus den Augen und war 2004 recht \u00fcberrascht, als wieder ein Lebenszeichen von Keifer auf <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Andy+Griggs\">Andy Griggs<\/a><\/span>&#8218; starkem New Country-Album &#8222;Freedom&#8220; erschallte, auf dem die beiden ihr zusammen komponiertes &#8222;Hundred Miles Of Bad Road&#8220; im Duett zum Besten gaben.<\/p>\n<p>Seitdem war aber wieder Funkstille. Umso erstaunter war ich, als das von mir gesch\u00e4tzte Frontiers-Label, das sich scheinbar in letzter Zeit verst\u00e4rkt um alt gediente Gr\u00f6\u00dfen bem\u00fcht (s. Mr. Big, Lou Gramm Band), Cinderella neu in ihrem Portfolio pr\u00e4sentierte. Allerdings leider nicht mit einem neuen Studiowerk, sondern mit einer Live-CD (&#8222;Live At The Mohegan Sun&#8220;). Naja immerhin, zumal das Werk in der kompletten &#8222;Long Cold Winter&#8220;-Besetzung, ihres wohl mit Abstand besten Albums (mit Keifer, Eric Brittingham, Jeff LaBar und Fred Coury), performt wurde.<\/p>\n<p>So weit so gut, insgesamt macht es auch Spa\u00df, dieses Werk anzuh\u00f6ren, sogar meine Gattin ist regelrecht begeistert und hat sich sofort meiner zur Verf\u00fcgung stehenden Cinderella-Silberlinge bem\u00e4chtigt. Auch wenn mein pers\u00f6nlicher Cinderella-Lieblingssong &#8222;Hard To Find The Words&#8220; auf dieser Scheibe nicht pr\u00e4sent ist, brennen Keifer &amp; Co. (besonders zwischen &#8222;Heartbreak Station&#8220; und &#8222;Don&#8217;t Know What You Got (Till It&#8217;s Gone)&#8220; (mit tollem E-Solo) ein stimmungstr\u00e4chtiges (falls hier nicht technisch nachgeholfen wurde) Hitfeuerwerk ab, das seines Gleichen sucht und mit dem grandiosen &#8222;Shelter Me&#8220; (mit herrlicher Honkytonk-Pianoeinlage) seinen H\u00f6hepunkt erf\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Es gibt aber auch Kritikpunkte. Da wir als Rezensenten mit Download-Stoff bemustert werden, ist die Einsch\u00e4tzung der Soundqualit\u00e4t des Originals recht spekulativ (die Erfahrung hat gezeigt, dass sie wirklich h\u00f6rbar besser ist). Nervig sind vor allem die recht lieblos abgeschnittenen \u00dcberg\u00e4nge (so geht das zu Beginn stattfindende Instrumental-Intro dadurch nicht flie\u00dfend in den folgenden &#8222;Night Songs&#8220; \u00fcber, auch der Wechsel von diesem zu &#8222;The Last Mile&#8220; verl\u00e4uft nicht rund. Die ersten Akkordzerlegungen kommen noch bei &#8222;Night Song&#8220; und &#8222;The Last Mile&#8220; startet erst mit den markanten Powerchords, \u00e4hnliches gilt auch zwischen &#8222;Fallin&#8216; Apart At The Seams&#8220; und &#8222;Push Push&#8220;).<\/p>\n<p>\u00dcberhaupt halte ich pers\u00f6nlich eine Live-CD in der heutigen Zeit f\u00fcr absolut \u00fcberholt (au\u00dfer nat\u00fcrlich bei kleineren Bands) und bestenfalls noch als Erg\u00e4nzung zu einer DVD vertretbar. Gerade im Falle Cinderella (mit seinen urig anzuschauenden Musikern) in Verbindung mit dem bombastischen Mohegan Sun Ressort (ein gigantisches Spielcasino mit allem Drum und Dran, wie Hotel, Konzerthalle, Shopping-Center, erbaut von den Pequot-Indianern in Uncasville, Connecticut, das ihnen unglaublichen Wohlstand erbracht hat) w\u00e4re einiges an interessantem Filmstoff drin gewesen.<\/p>\n<p>Da h\u00e4tte man beispielsweise gerne hochtoupierte US-Blondinenrelikte aus der Cinderella-Hochphase eingeblendet gesehen, wie sie im Verbund mit Bier trinkenden Hardrockern zu &#8222;Gypsy Road&#8220; die H\u00fcften kreisen lassen (was vermutlich auch an dem Abend passiert ist&#8230;) und in den Refrains zu Keifers ber\u00fchmten Kreischattacken die Harmonies beisteuern. Klasse w\u00e4ren auch generelle Impressionen von diesem gigantischen Mohegan Sun-Komplex gewesen, lustig vielleicht auch zu sehen, wie Keifer und seine Kumpels im Anschluss des Gigs ihre Abendgage wieder mit fliegenden Fahnen verzocken&#8230;<\/p>\n<p>Da h\u00e4tte man vermutlich einiges drehen k\u00f6nnen, sicherlich aber wohl auch eine Budgetfrage, gerade im Hinblick auf eine mittlerweile aus der Mode gekommene Band. Was ein wenig Hoffnung macht, ist, dass eine Cinderella-Europa-Tournee f\u00fcr 2010 angek\u00fcndigt ist. Vielleicht klappt es dann ja doch noch mit einem audiovisuellen Werk, bestenfalls sogar mit einem neuen Studioalbum. Ingesamt kann daher f\u00fcr &#8222;Live At The Mohegan Sun&#8220; aus besagten Gr\u00fcnden nur eine Kaufempfehlung unter Vorbehalten ausgesprochen werden.<\/p>\n<p><strong> Frontiers Records (2009)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil:\u00a0 Hard Rock<\/strong><\/p>\n<p>01. Intro<br \/>\n02. Night Songs<br \/>\n03. The Last Mile<br \/>\n04. Somebody Save Me<br \/>\n05. Heartbreak Station<br \/>\n06. Coming Home<br \/>\n07. Shelter Me<br \/>\n08. Nobody&#8217;s Fool<br \/>\n09. Gypsy Road<br \/>\n10. Don&#8217;t Know What You Got (Till It&#8217;s Gone)<br \/>\n11. Shake Me<br \/>\n12. Fallin&#8216; Apart At The Seams<br \/>\n13. Push Push<br \/>\n14. Still Climbing<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.cinderella.net\">Cinderella<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/cinderellanet\">Cinderella bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.tomkeifer.com\">Tom Keifer<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Cinderella geh\u00f6rten zwischen 1988 und 1994 mit ihren Werken &#8222;Long Cold Winter&#8220;, &#8222;Heartbreak Station&#8220; und &#8222;Still Climbing&#8220; zu den Favoriten meines doch recht \u00fcberschaubaren CD-Bestandes an Hard Rock-Bands, meine eigentliche Passion f\u00fcr andere Musikarten d\u00fcrfte ja hinl\u00e4nglich bekannt sein. F\u00fcr mich stellten sie eine angenehme Alternative zu AC\/DC dar, vor allem aufgrund ihrer doch etwas &hellip; <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/cinderella-live-at-the-mohegan-sun-cd-review\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Cinderella &#8211; Live At The Mohegan Sun &#8211; CD-Review<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[225,438,668,1209],"class_list":["post-1345","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-cinderella","tag-hard-rock","tag-live-at-the-mohegan-sun","tag-tom-keifer"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1345","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1345"}],"version-history":[{"count":4,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1345\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":44514,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1345\/revisions\/44514"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1345"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1345"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1345"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}