{"id":13105,"date":"2017-03-11T18:42:28","date_gmt":"2017-03-11T17:42:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=13105"},"modified":"2017-03-11T22:05:37","modified_gmt":"2017-03-11T21:05:37","slug":"john-mayall-09-03-2017-kantine-koeln-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2017\/03\/11\/john-mayall-09-03-2017-kantine-koeln-konzertbericht\/","title":{"rendered":"John Mayall &#8211; 09.03.2017, Kantine, K\u00f6ln &#8211; Konzertbericht"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Mayall_aktuell-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-13165 size-full\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Mayall_aktuell-1.jpg\" alt=\"Mayall_aktuell\" width=\"720\" height=\"480\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Mayall_aktuell-1.jpg 720w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Mayall_aktuell-1-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Am 29. November 1933 erblickte John Mayall, der Godfather des wei\u00dfen Blues, in Macclesfield, Cheshire, England das Licht der Welt. Aber erst Anfang der 60er- Jahre des letzten Jahrhunderts, erlangte er im Alter von 30 Jahren mit den Bluesbreakers gro\u00dfe Bekanntheit. Im Laufe der Zeit spielten bei John Mayalls Bluesbreakers so bekannte Musiker wie John McVie, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Eric+Clapton\">Eric Clapton<\/a>, Jack Bruce, Peter Green, Mick Taylor, Mick Fleetwood und Mick Taylor.<\/p>\n<p>Und heute steht der Gro\u00dfmeister des Blues mehr als 50 Jahre nach Gr\u00fcndung der Bluesbreakers im Alter von 83 Jahren immer noch auf der B\u00fchne und gibt seinem Tourneeplan zufolge bis Ende des Jahres \u00fcber 80 Konzerte in Europa und den Staaten! Von Altersm\u00fcdigkeit anscheinend keine Spur und es ist wirklich erstaunlich, wie Mayall in seinem Alter immer noch diese Energie aufbringt.<\/p>\n<p>Im\u00a0Januar diesen Jahres hat er sein 66stes Studioalbum \u201eTalk About That\u201c, auf dem unter anderem auch Joe Walsh zu h\u00f6ren ist, ver\u00f6ffentlicht. Leider hat er aber daraus w\u00e4hrend seines Konzertes in der Kantine nur \u201eDon\u2019t Deny Me\u201c, einen sch\u00f6nen Harp-Song mit kr\u00e4ftigen Basseinlagen, gespielt. Ansonsten gab\u2019s an diesem Abend haupts\u00e4chlich \u00e4ltere St\u00fccke aus seinem reichhaltigen Repertoire des JM zu h\u00f6ren. Nach Fertigstellung des Albums hat sich leider Mayalls Gitarrist Rocky Athas aus der Band zur\u00fcckgezogen, so dass der Altmeister f\u00fcrs Erste zusammen mit den beiden verbliebenen Musikern Greg Rzab und Jay Davenport als Trio auftritt.<\/p>\n<p>Sichtlich bester Laune betraten die drei Musiker mit etwas Versp\u00e4tung, die wohl dem Andrang am Merchandise-Stand geschuldet war, gegen 20:15 Uhr die B\u00fchne und legten vor ausverkauftem Haus zum Einstimmen, mit dem beschwingten Klassiker \u201eStreamline\u201c vom 1967er Album \u201eCrusade\u201c los, gefolgt von \u201eBig Town Playboy\u201c, einem neueren Song aus 2014. \u201eMoving On\u201c vom gleichnamigen 1973er Werk\u00a0klang in der derzeitigen Besetzung zwar immer noch sehr rhythmisch, konnte aber an die Originalaufnahme, sicherlich auch wegen den neuen Zusammensetzung der Band, ohne Sidegitarristen Rocky Athas, nicht heranreichen.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend folgt das eingangs bereits erw\u00e4hnte \u201eDon\u2019t Deny Me\u201c, welches das bis dahin eher ruhige Publikum erstmals mit reichhaltigem Applaus belohnte. Vom diesem\u00a0ermutigt und inzwischen warmgespielt, ging es mit dem leicht d\u00fcsteren, keyboardlastigen \u201eDemons In The Night\u201c vom 2002er Album \u201eStories\u201c weiter. Mit dem \u201eMoving Grooving Blues\u201c bewies John Mayall ein weiteres mal, dass er auch an der Gitarre eine gute Figur macht. Der Song aus den 90ern ist in der Gangart etwas h\u00e4rter und sehr rhythmisch angelegt, mit einem wilden Schlagzeugsolo im Mittelteil, stets von Johns flirrender und psychedelisch angehauchter Gitarre begleitet.<\/p>\n<p>Ruhigere und vertr\u00e4umte T\u00f6ne lieferte dann der relativ lange Track \u201eSpecial Life\u201c vom gleichnamigen 2014er Album mit einem, am\u00a0Keyboard erzeugten Xylophon-artigen Intro, welches sich als wiederkehrendes Motiv durch das ganze St\u00fcck zog, einer wundervollen Harp-Passage in der Mitte und einem von Greg Rzab hervorragend gespielten Bass-Solo.<\/p>\n<p>Im folgenden St\u00fcck bekam dann auch Schlagzeuger Jay Davenport die M\u00f6glichkeit, seine K\u00fcnste unter Beweis zu stellen. In \u201eDancing Shoes\u201c, einem erstmals 1999 auf \u201ePadlock On The Blues\u201c erschienenen, vom Swing beeinflussten St\u00fcck, lieferte der Mann an der Schie\u00dfbude ein furioses, minutenlanges Schlagzeugsolo ab.<\/p>\n<p>Die weiteren musikalischen Highlights des Abends waren \u201eEarly In The Morning\u201c (&#8222;Along For The Ride&#8220;, 2001), dessen Refrain vom Publikum begeistert mitgesungen wurde und durch ein sch\u00f6nes Duett zwischen Greg Rzab am Bass und John Mayall an der Gitarre gepr\u00e4gt war, sowie der stampfende Klassiker \u201eChicago Line\u201c (gleichnamiges Album, 1988) bei dem der Meister Harp und Keyboards gleichzeitig bediente.<\/p>\n<p>Und da es das letzte St\u00fcck des Abends war und wohl auch den H\u00f6hepunkt darstellen sollte, wurde\u00a0das St\u00fcck zus\u00e4tzlich noch mit einem minutenlangen Harpsolo gew\u00fcrzt, gefolgt von einem nicht enden wollenden gewitterartigen Bass-Solo mit\u00a0anschlie\u00dfendem Schlagzeugsolo! Das Publikum war begeistert, klatschte und sang mit, was das Zeug hielt.<\/p>\n<p>Welch furioses Ende! Als Zugabe gab es dann Mayalls wohl \u00a0bekanntesten Klassiker \u201eRoom To Move\u201c, immer noch mit einem wild-virtuos dargebotenen Mundharmonikaspiel wie eh und je, allerdings mit inzwischen leicht schw\u00e4chelnder Stimme des Bluesmeisters. Ingesamt bestand das Konzert zwar nur aus 12 Songs, was sich zun\u00e4chst recht sparsam anh\u00f6rt. Aber wer John Mayall kennt, der wei\u00df, dass er auf der B\u00fchne gerne improvisiert und seine St\u00fccke durchaus recht lang geraten k\u00f6nnen. Das Konzert endete daher auch erst nach gut zwei Stunden!<\/p>\n<p>Welch eine Kondition! Mayalls Stimme klingt immer noch klar und kr\u00e4ftig, lie\u00df aber mit fortschreitendem Konzert etwas nach. Da merkte man ihm schon sein fortgeschrittenes Alter\u00a0an. Aber ein begnadeter S\u00e4nger war John Mayall ja an sich nie, wohl aber ein starker Harp-Spieler mit dem richtigen Bluesfeeling. Und das ist er und hat er immer noch!<\/p>\n<p>Leider war der Gig\u00a0durch das Ausscheiden des Gitarristen Rocky Athas in weiten Bereichen etwas zu bassbetont, eine begleitende Sidegitarre fehlte eindeutig und h\u00e4tte den St\u00fccken bestimmt sehr gut getan. Trotzdem, das Publikum war hellauf begeistert und feierte den Grand Seigneur des wei\u00dfen Blues mit reichhaltigem und lang andauerndem Applaus. John Mayall liebt den Blues nicht nur, er lebt ihn einfach, auch heute noch mit 83 Jahren! Er ist mit soviel Spielfreude dabei, dass man wirklich geneigt ist, sein hohes Alter zu vergessen.<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Line-up:<\/span><\/strong><br \/>\nJohn Mayall (Lead vocals, keyboard, harmonica, guitar)<br \/>\nGreg Rzab (Bass)<br \/>\nJay Davenport (Drums)<\/p>\n<p>Text und Bilder: J\u00f6rg Schneider<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.JohnMayall.com\">John Mayall<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/JohnMayallBlues\">John Mayall bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.kantine.com\">Kantine K\u00f6ln<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/js-bildgut.de\">J\u00f6rg Schneider<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 29. November 1933 erblickte John Mayall, der Godfather des wei\u00dfen Blues, in Macclesfield, Cheshire, England das Licht der Welt. Aber erst Anfang der 60er- Jahre des letzten Jahrhunderts, erlangte er im Alter von 30 Jahren mit den Bluesbreakers gro\u00dfe Bekanntheit. 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