{"id":1303,"date":"2015-12-14T07:22:00","date_gmt":"2015-12-14T06:22:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=1303"},"modified":"2020-07-08T19:32:27","modified_gmt":"2020-07-08T17:32:27","slug":"billy-ray-cyrus-wanna-be-your-joe-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/billy-ray-cyrus-wanna-be-your-joe-cd-review\/","title":{"rendered":"Billy Ray Cyrus &#8211; Wanna Be Your Joe &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/BCR_2-e1432537535109.jpg\" \/><\/p>\n<p>Nach dreij\u00e4hriger Auszeit, die unter anderem mit recht erfolgreicher Schauspielt\u00e4tigkeit \u00fcberbr\u00fcckt wurde, hat Billy Ray Cyrus musikalisch nun endlich wieder richtig Feuer gefangen und die Fans, deren Liebe zwischen traditionell fundamentiertem, aber auch modernem New Country und fetten southern-w\u00fcrzigen Countryrockern hin und her pendelt, d\u00fcrfen sich die H\u00e4nde reiben: Sie erleben einen Billy Ray Cyrus, dem es gelingt, seine ohnehin schon beeindruckenden Werke von 2003 &#8222;Time Flies&#8220; und &#8222;The Other Side&#8220; sogar noch einmal zu toppen.<\/p>\n<p>Das Cyrus-typische Grundrezept aus wohltuenden, zum Teil mit emotionalem Teint behafteten Balladen, melodischen, flotten Midtemposongs und einigen kraftvollen, stampfenden Rockern mit den schon erw\u00e4hnten Southern- und Honkytonk-Attit\u00fcden ist dabei erhalten geblieben. Unglaublich gute Instrumentalisten (herausragend vor allem die Gitarren-Spieler Terry Shelton, Brent Mason und Pat Buchanan), kleinere, musikalische Experimente, wie das Einbinden von dezenten Saxophon-Parts (gl\u00e4nzend hier Max Abrams), sowie Kombinationsgesang mit legend\u00e4ren Gr\u00f6\u00dfen wie George Jones und Loretta Lynn (&#8222;Country Music Has The Blues&#8220;; sch\u00f6ner, stampfender, traditioneller Country-Blues) oder mit seiner Tochter Miley (bei &#8222;Stand&#8220;, einem geradlinigen, melodischen Rocker), sorgen noch mal f\u00fcr das T\u00fcpfelchen \u201aon top\u2019. Die Produktion, f\u00fcr die sich Billy mit diversen Co-Produzenten verantwortlich zeigt, ist wunderbar knackig, klar und sehr modern gehalten.<\/p>\n<p>Apropos modern: Bei &#8222;I Want My Mullet Back&#8220; (starker, fett Gitarren-lastiger Countryrocker mit viel Southern-Flair) wird der legend\u00e4ren 80iger-Frisur (vorne kurz, mit langer Hintermatte), die einem mittlerweile modischen Haarschnitt gewichen ist, humorvoll hinterhergetrauert. Seine eigentliche Kraft f\u00fcr dieses Album scheint Billy Ray im \u00fcbrigen aus der Trauer um seinen Vater zu sch\u00f6pfen, der im Februar dieses Jahres an Krebs verstorben ist. So ist es keine \u00dcberraschung, da\u00df er ihm dieses Album in gro\u00dfer Dankbarkeit widmet, insbesondere aber den Song &#8222;Hey Daddy&#8220;.<\/p>\n<p>Doch auch Rennfahrer-Legende Dale Earnhardt und Billy Rays musikalischer Held, <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Lynyrd+Skynyrd\">Lynyrd Skynyrds<\/a><\/span> Ronnie Van Zant werden bei &#8222;The Man&#8220; (Akustikgitarren-, Mandolinen-,Steel-betonter Midtemposong) und &#8222;The Freebird Fell&#8220; mit emotional ber\u00fchrenden Texten gew\u00fcrdigt. Gerade das zweitgenannte St\u00fcck (\u00fcbrigens eine Gemeinschafts-Komposition von Cyrus und den ex-Lynyrd Skynyrd-Mitgliedern Ed King und Artimus Pyle) ist eines der absoluten Highlight dieses Werkes. Ein lang gezogenes E-Gitarren-Riff, klasse Akustikgitarre, ein sehr emotionales Organ von Billy Ray, sowie herrliche, weibliche Backgrounds im Refrain erzeugen eine dieser mitrei\u00dfenden, country-infizierten Southern-Hymnen, wie man sie leider viel zu selten zu h\u00f6ren bekommt. Und wenn die Nashville-E-Gitarren-Asse Brent Mason und Pat Buchanan dann so richtig Southern-typisch in die Saiten greifen, l\u00e4uft einem auch nach so vielen Jahren noch ein G\u00e4nsehaut-erzeugender Schauer den R\u00fccken herunter. Der Song ist ein klares Muss f\u00fcr jeden S\u00fcdstaaten-Fan!<\/p>\n<p>Aber auch &#8222;Ole What\u2019s Your Name&#8220; besitzt mit seinem straighten Rhythmus (Kuhglocken-m\u00e4\u00dfiges Klackern im Drumming, klasse hier Greg Morrow) und seinen Skynyrd-typischen E-Riffs enormes Spa\u00dfpotential f\u00fcr diese Klientel, wie auch f\u00fcr die Freunde des angerockten New Countrys der Sorte <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Van+Zant\">Van Zant<\/a> oder <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Montgomery+Gentry\">Montgomery Gentry<\/a><\/span>. Das partytaugliche &#8222;Lonely Wins&#8220; mit seinem stampfenden Slide-Rhythmus und den forschen Saxophon-Einlagen d\u00fcrfte selbst so manchen Tanzmuffel aufs Parkett treiben. Nat\u00fcrlich pr\u00e4sentiert Cyrus auch seine sanftere Seite. So flie\u00dft uns das wunderbare, etwas poppige (wirkt hier \u00fcberaus angenehm) Titelst\u00fcck &#8222;Wanna be your Joe&#8220; bei exzellenter Instrumentierung (tolle Gitarren von Terry Shelton und brillantes Lap Steel-Spiel von Dan Dugmore) und einer tollen Melodie v\u00f6llig locker und flockig ins Ohr, &#8222;Wouldn\u2019t Be Me&#8220; kommt bluesig balladesk r\u00fcber (klasse hier die integrierten Sax-Fills und ein tolles E-Gitarren-Solo) und bei &#8222;How\u2019ve Ya Been&#8220; handelt es sich um einen nachdenklichen Love-Song (Slide\/Steel\/Piano) ohne jeglichen Kitsch-Faktor.<\/p>\n<p>Beim Bonustrack &#8222;A Pain In The Gas&#8220; gibt sich Billy zum Abschluss im Stil eines &#8222;Stra\u00dfenmusikers&#8220;. Dabei demonstriert er gekonnt seine Qualit\u00e4ten an der Akustikgitarre und gibt sogar noch eine kleine Pfeif-Einlage zum Besten. Das 20-seitige Booklet enth\u00e4lt im \u00fcbrigen s\u00e4mtlich Texte der ausnahmslos von Cyrus komponierten, bzw. co-komponierten Songs! Der Mann ist in einer blendenden Verfassung und scheint, obwohl ihm der gro\u00dfe kommerzielle Erfolg der fr\u00fchen &#8222;Achy Breaky Heart&#8220;-Tage schon l\u00e4nger versagt bleibt, immer besser zu werden. Eine absolute Top-Leistung, Mr. Cyrus!<\/p>\n<p><strong>New Door Records (2006)<\/strong><br \/>\n<strong>Stil:\u00a0 New Country<\/strong><\/p>\n<p>01. Wanna Be Your Joe<br \/>\n02. I Want My Mullet Back<br \/>\n03. Man (Tribute To Dale Earnhardt)<br \/>\n04. I Wouldn&#8217;t Be Me<br \/>\n05. What About Us<br \/>\n06. Country Music Has The Blues<br \/>\n07. Freebird Fell<br \/>\n08. I Wonder<br \/>\n09. Lonely Wins<br \/>\n10. How&#8217;ve Ya Been<br \/>\n11. Ole What&#8217;s Her Name<br \/>\n12. Hey Daddy<br \/>\n13. Stand<br \/>\n14. Pain In The Gas (Bonus Track)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.BillyRayCyrus.com\">Billy RayCyrus<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/BillyRayCyrus\">Billy Ray Cyrus bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach dreij\u00e4hriger Auszeit, die unter anderem mit recht erfolgreicher Schauspielt\u00e4tigkeit \u00fcberbr\u00fcckt wurde, hat Billy Ray Cyrus musikalisch nun endlich wieder richtig Feuer gefangen und die Fans, deren Liebe zwischen traditionell fundamentiertem, aber auch modernem New Country und fetten southern-w\u00fcrzigen Countryrockern hin und her pendelt, d\u00fcrfen sich die H\u00e4nde reiben: Sie erleben einen Billy Ray Cyrus, &hellip; <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/billy-ray-cyrus-wanna-be-your-joe-cd-review\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Billy Ray Cyrus &#8211; Wanna Be Your Joe &#8211; CD-Review<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[105,783,791,1040,1270],"class_list":["post-1303","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-billy-ray-cyrus","tag-nashville","tag-new-country","tag-southern-rock","tag-wanna-be-your-joe"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1303","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1303"}],"version-history":[{"count":4,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1303\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":44159,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1303\/revisions\/44159"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1303"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1303"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1303"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}