{"id":1298,"date":"2015-12-14T07:25:00","date_gmt":"2015-12-14T06:25:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=1298"},"modified":"2020-07-08T19:30:48","modified_gmt":"2020-07-08T17:30:48","slug":"billy-ray-cyrus-time-flies-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/billy-ray-cyrus-time-flies-cd-review\/","title":{"rendered":"Billy Ray Cyrus &#8211; Time Flies &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/BCR_1.jpg\" \/><\/p>\n<p>&#8222;Time Flies&#8220; ist von den vier CDs, die ich von Billy Ray Cyrus mittlerweile kenne, eindeutig die beste. 15 Songs innerhalb einer knappen Stunde fliegen an einem regelrecht vor\u00fcber, ohne dass man merkt, wie die Zeit vergangen ist. Es liegt an der Vielseitigkeit der Lieder und einem S\u00e4nger, der unheimlich frisch und k\u00e4mpferisch wirkt. Ein Grund daf\u00fcr wahrscheinlich die Querelen im Vorfeld der Ver\u00f6ffentlichung, auf die ich noch am Ende zu sprechen kommen werde.<\/p>\n<p>Das Werk, im Konsens gesehen, ist eigentlich gar nicht new-country-typisch. Ich w\u00fcrde es eher als \u00e4u\u00dferst variables Rockalbum einstufen, das sich harmonisch der einen oder anderen Str\u00f6mung bedient, aber nie Gefahr l\u00e4uft, seine Linie zu verlieren.<\/p>\n<p>So ist das Titelst\u00fcck eine wundersch\u00f6n relaxte Westcoastballade, getragen von einer lockeren Akustikgitarre, herrlichem Slidespiel und dezent eingebrachten E-Gitarren im Hintergrund. Poco h\u00e4tte das nicht besser bringen k\u00f6nnen. In die gleiche Kerbe schl\u00e4gt &#8222;Tell Me&#8220;. Man k\u00f6nnte meinen, Glenn Frey und Don Henley h\u00e4tten mal wieder einen Schlichtungsversuch f\u00fcr ein Eagles-Comeback hinter sich.<\/p>\n<p>Da gibt es zwei so unwiderstehliche Honkytonkrocknummern wie &#8222;I Luv Ya&#8220; (\u00fcber Frauen, die jeder mag, aber die soviel Herzschmerz verursachen; Cindy Crawford und Julia Roberts werden als Lehrbeispiele angef\u00fchrt) und &#8222;Hard To Leave&#8220;, der vielleicht legitime Nachfolger seines gr\u00f6\u00dften Hits. Klingt wie eine Mischung aus &#8222;Achy Breaky Heart&#8220; und der Chuck Berry-Nummer &#8222;C&#8217;est la vie&#8220;. Ein toller Rocker, der sich zur Endlos-Abfeier-Live-Nummer bestens eignet, mit herrlichem Pianogeklimper a l\u00e0 Billy Powell im Mittelteil.<\/p>\n<p>Wer Southern Rock nicht unbedingt mit Gitarren-Soli-Orgien verbindet, wird auch bei einigen Liedern auf seine Kosten kommen. Eine ganze Reihe von Songs bieten genretypische Stilelemente, allerdings immer relativ wohl dosiert. In manchen &#8218;weich&#8216; gesungenen Strophen ist Billy Rays Stimme mit der von Johnny Van Zant vergleichbar, zahlreiche Slide- und E-Gitarrenparts sind unverkennbar S\u00fcdstaaten-Rock-orientiert (&#8222;Bread Alone&#8220;, &#8222;The Way It Is&#8220;, &#8222;I Still Believe&#8220; &#8211; sehr <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=38+Special\">38 Special<\/a><\/span>-\u00e4hnlich vom Grundmuster her).<\/p>\n<p>Dazu gesellen sich nat\u00fcrlich auch die eine oder andere Ballade, mal st\u00e4rker (&#8222;What Else Is There&#8220; und die Akustikversion von &#8222;Some Gave All&#8220;, das dank frischer Stimme &#8211; es wird nicht so rumgekn\u00f6delt wie beim Original &#8211; und kraftvoller Akustikgitarre irgendwie moderner und peppiger r\u00fcber kommt), mal etwas schw\u00e4cher, weil ein wenig schmalzig (&#8222;Nobody&#8220;\/&#8220;Without You&#8220;).<\/p>\n<p>Zwei richtige straighte Rocker lassen gegen Ende erneut die Lucie richtig abgehen. &#8222;Close To Gone&#8220; k\u00f6nnte die <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Bottle+Rockets\">Bottle Rockets<\/a><\/span> und The Beatfarmers als Inspirationsquelle gehabt haben; &#8222;Stand Still&#8220; erinnert mit seinen treibenden Pianopassagen an &#8222;The Fire Inside&#8220; von <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Bob+Seger\">Bob Seger<\/a><\/span>.<\/p>\n<p>Ach ja, wo bleiben eigentlich die Country-Elemente? Am ehesten noch beim Auftaktst\u00fcck &#8222;What Else Is There&#8220; die dezenten Steeleinlagen oder die Fiddelbegleitung bei &#8222;Back To Memphis&#8220;, eine Art Heartlandballade, keltisch angehaucht, Gesang wieder JVZ-\u00e4hnlich, &#8222;Tomorrow&#8217;s Goodbye&#8220; von <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Lynyrd+Skynyrd\">Skynyrds<\/a><\/span> &#8222;Edge Of Forever&#8220; Album kommt mir dabei melodiem\u00e4\u00dfig in den Sinn.<\/p>\n<p>Insgesamt ein tolles Album, das jedoch auch wieder einmal die Schattenseiten des Business offenbart. BRC ist f\u00fcr mich neben Garth Brooks nach wie vor einer der Initialz\u00fcnder eines mittlerweile millionenschweren Musikindustriezweiges, vergleichbar eventuell mit einem Boris Becker im Tennissport. Und dass ein K\u00fcnstler, der eigentlich bis jetzt immer durch solide Arbeit gegl\u00e4nzt hat, von Sony auf ein No-Name-Label verbannt wurde, ja sogar um die Ver\u00f6ffentlichung lange Zeit zittern musste, ist schon der blanke Hohn.<\/p>\n<p>Der Gipfel von allem ist das lieblose Ein-Blatt-Cover, mit Angabe der Songtitel als einziger Info. So was hat ein Billy Ray Cyrus ganz sicher nicht verdient. Aber Kopf hoch. Leistung hat sich im Groben und Ganzen immer am Ende durchgesetzt und es gibt ohne Zweifel auch andere Firmen, die einen l\u00e4ngeren Atem besitzen, und nicht nur auf den schnellen Dollar fixiert sind&#8230;<\/p>\n<p><strong>Sony Music, Madacy Label Group (2003)<\/strong><br \/>\n<strong>Stil:\u00a0 New Country<\/strong><\/p>\n<p>01. What Else Is There<br \/>\n02. Bread Alone<br \/>\n03. The Way It IS<br \/>\n04. She Don&#8217;t Love Me<br \/>\n05. Time Flies<br \/>\n06. I Luv Ya<br \/>\n07. I Still Believe<br \/>\n08. Without You<br \/>\n09. Hard To Leave<br \/>\n10. Nobody<br \/>\n11. Tell Me<br \/>\n12. Close To Gone<br \/>\n13. Stand Still<br \/>\n14. Back To Memphis<br \/>\n15. Some Gave All (Acoustic version)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.BillyRayCyrus.com\">Billy RayCyrus<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/BillyRayCyrus\">Billy Ray Cyrus bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Time Flies&#8220; ist von den vier CDs, die ich von Billy Ray Cyrus mittlerweile kenne, eindeutig die beste. 15 Songs innerhalb einer knappen Stunde fliegen an einem regelrecht vor\u00fcber, ohne dass man merkt, wie die Zeit vergangen ist. Es liegt an der Vielseitigkeit der Lieder und einem S\u00e4nger, der unheimlich frisch und k\u00e4mpferisch wirkt. Ein &hellip; <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/billy-ray-cyrus-time-flies-cd-review\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Billy Ray Cyrus &#8211; Time Flies &#8211; CD-Review<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[105,783,791,1040,1198],"class_list":["post-1298","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-billy-ray-cyrus","tag-nashville","tag-new-country","tag-southern-rock","tag-time-flies"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1298","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1298"}],"version-history":[{"count":4,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1298\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":44156,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1298\/revisions\/44156"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1298"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1298"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1298"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}