{"id":1272,"date":"2015-12-14T07:30:00","date_gmt":"2015-12-14T06:30:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=1272"},"modified":"2020-07-08T19:28:10","modified_gmt":"2020-07-08T17:28:10","slug":"brandon-jenkins-under-the-sun-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/brandon-jenkins-under-the-sun-cd-review\/","title":{"rendered":"Brandon Jenkins &#8211; Under The Sun &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Jenk_1.jpg\" \/><\/p>\n<p>Kleines Jubileum f\u00fcr Brandon Jenkins. 10. Album des eigenwilligen Texaners &#8211; und ein ganz starkes. Nach seinem \u00fcberragenden Vorl\u00e4ufer &#8222;Brothers Of The Dirt&#8220;, bei dem Jenkins ja von einem wahren &#8222;Heer&#8220; an Red Dirt-Gr\u00f6\u00dfen wie u. a. <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Randy+Rogers+Band\">Randy Rogers<\/a><\/span>, Cody Canada, <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Mike+McClure\">Mike McClure<\/a><\/span>, vor allem auch gesangstechnisch, unterst\u00fctzt wurde, durfte man gespannt sein, wie er die R\u00fcckkehr in den &#8222;Normalit\u00e4t&#8220;, als wieder vornehmlich selbst im Mittelpunkt stehender K\u00fcnstler bew\u00e4ltigen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Wie es jedoch von einem Vollblutmusiker seines Kalibers nicht anders zu erwarten, l\u00f6st er diese schwierige Aufgabe mit &#8222;Under The Sun&#8220; (\u00fcbrigens mit toll anzusehendem Coverbild, auf dem der von der Sonne angestrahlte, barbarisch anmutende Glatzentr\u00e4ger mit rotem Rauschebart seine vollt\u00e4towierten Arme wie um Eingebung flehend gen Himmel streckt) voller Bravour. Prinzipiell muss man diese Musik als erdigen, Red Dirt-beeinflussten, gro\u00dfartigen, texanischen Rootsrock bezeichnen. Differenziert betrachtet pr\u00e4sentiert Jenkins diesmal jedoch eine ungemein gut harmonierende Mischung aus erstklassigem texanisch gepr\u00e4gtem Blues Rock, schn\u00f6rkellosem Alternate Country und dezenten Southern-\/Roots-Zutaten.<\/p>\n<p>Auch auf dieser CD befinden sich nat\u00fcrlich wieder hervorragende Mitmusiker wie Jon Cearly, Dean Cote, David Perceful, Kim Deschamps, Brad Absher, Jared Tyler, Jenkins-Spezi Cody Canada und die tolle Background-S\u00e4ngerin Amanda Brown (sehr stark involviert). Der er\u00f6ffnende Titeltrack &#8222;Under The Sun&#8220; entpuppt sich sofort als Granate. Hier bluesrockt, funkt und groovt es direkt, was das Zeug h\u00e4lt. Jenkins\u2019 markantes Gibson E-Gitarrenspiel rifft herrlich l\u00e4ssig und cool mit seinem leicht spr\u00f6den Gesang um die Wette, wobei David Percful immer wieder Gregg Allman-typische Hammond-Aufheuler dazwischen wirft. Auch Jenkins\u2019 Gitarrensolo ist vom Feinsten. Ein toller Auftakt.<\/p>\n<p>Die folgende Single des Albums &#8222;Too Big To Fall&#8220;, die sich schon seit einiger Zeit in den Texas-Music Charts tummelt, besticht dagegen durch ein lockeres, leicht Southern-infiziertes Countryambiente (Orgeltupfer, sch\u00f6ne Steel-Fills von Kim Deschamps, der sich auch auf einigen anderen Tracks recht pr\u00e4gnant einbringt), wie es die <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Marshall+Tucker+Band\">Marshall Tucker Band<\/a><\/span> immer so gl\u00e4nzend praktizierte. In eine \u00e4hnliche Kerbe schl\u00e4gt das entfernt an deren &#8222;Fire On The Mountain&#8220; erinnernde &#8222;No Word From You&#8220; (mit sch\u00f6ner dezenter Akkordeon-Untermalung). Jenkins pr\u00e4sentiert sich auf &#8222;Under The Sun&#8220; auch durchaus experimentierfreudig. So feiern beim von ihm mit <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Stoney+LaRue\">Stoney LaRue<\/a><\/span> komponierten &#8222;Lookin\u2019 Out For #1&#8220;, einem weiteren groovigen Blues Rocker, deftige Bl\u00e4ser-Einlagen ihre Premiere.<\/p>\n<p>Eine wunderbare Mundharmonika auf &#8222;Crazy Moon&#8220; (im Stile der gro\u00dfen 70er-Singer\/Songwriter ala Neil Young) und Dobro-Zutaten bei &#8222;Heaven Sent&#8220; (sehr l\u00e4ndlich anmutender Country) sind weitere Indizien f\u00fcr Brandons beeindruckende instrumentelle Vielseitigkeit. <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Garth+Brooks\">Garth Brooks<\/a><\/span> &#8222;The Thunder Rolls&#8220; k\u00f6nnte gar Pate f\u00fcr &#8222;No More&#8220; gestanden haben. Klasse hier die im Hintergrund wimmernde Steelgitarre von Deschamps. Das Album lebt aber vor allem dann auf, wenn Jenkins sich auf seine rockigeren Wurzeln beruft. Klasse diesbez\u00fcglich zum Beispiel das witzig getextete, einer zankhaften H\u00fcndin gewidmete &#8222;Charlene (Runnin\u2019 With The Devil)&#8220; , das mit mechanisch k\u00fchl klingender E-Gitarre sehr variabel verschachtelte &#8222;Perfect Slave&#8220; und das unter Assistenz von Cody Canada entstandene rhythmisch rockende &#8222;Drag&#8220;, das wie eine Mischung aus <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Atlanta+Rhythm+Section\">Atlanta Rhythm Section<\/a><\/span> (mit deren typischem southern-m\u00e4ssigen, l\u00e4ssigen E-Gitarren-Spiel, inkl. baumstarkem Solo) und Cross Canadian Ragweed daherkommt (klasse Harmonies von Amanda Brown).<\/p>\n<p>Mit dem kleinen feinen \u201eLife Goes On\u201c (wieder mit Countrynote) l\u00e4sst Jenkins sein neues Werk schlie\u00dflich behutsam ausklingen. Angenehm wie auch schon oft zuvor, dass Jenkins auch hier wieder in diversen Texten seiner St\u00fccke kein Blatt vor den Mund nimmt und in ihnen auch sozialkritische Botschaften transportiert. Mit seinem 10. Album &#8222;Under The Sun&#8220; hat Brandon Jenkins die schwere H\u00fcrde des Vorg\u00e4ngers gl\u00e4nzend gemeistert und eine weitere, gro\u00dfartige Arbeit abgeliefert. Er ist so eine Art K\u00fcnstler, deren Outputs man mit einer Art Qualit\u00e4tsgarantie nahezu blind vertrauen kann. Mittlerweile eine echte Konstante in der texanischen Roots-Rock-\/Red Dirt-Szene. Gratulation, Brandon zu diesem pr\u00e4chtigen Jubileumswerk!<\/p>\n<p><strong>Smith Entertainment (2011)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil:\u00a0 Red Dirt<\/strong><\/p>\n<p>01. Under The Sun<br \/>\n02. Too Big To Fail<br \/>\n03. Looking Out For #1<br \/>\n04. Crazy Moon<br \/>\n05. Heaven Sent<br \/>\n06. Anymore<br \/>\n07. Charlene<br \/>\n08. No Word From You<br \/>\n09. Perfect Slave<br \/>\n10. No More<br \/>\n11. Drag<br \/>\n12. Life Goes On<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.brandonjenkins.com\">Brandon Jenkins<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/brandon.jenkins.7315\">Brandon Jenkins bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kleines Jubileum f\u00fcr Brandon Jenkins. 10. Album des eigenwilligen Texaners &#8211; und ein ganz starkes. Nach seinem \u00fcberragenden Vorl\u00e4ufer &#8222;Brothers Of The Dirt&#8220;, bei dem Jenkins ja von einem wahren &#8222;Heer&#8220; an Red Dirt-Gr\u00f6\u00dfen wie u. a. 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