{"id":1268,"date":"2015-12-14T07:29:00","date_gmt":"2015-12-14T06:29:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=1268"},"modified":"2020-07-08T19:29:11","modified_gmt":"2020-07-08T17:29:11","slug":"will-hoge-the-wreckage-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/will-hoge-the-wreckage-cd-review\/","title":{"rendered":"Will Hoge &#8211; The Wreckage &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Hog_3-e1432464839468.jpg\" \/><\/p>\n<p>Baumstarkes, neues Album von Will Hoge! Roots-\/Heartland-\/Americana-Rock &#8222;with a southern croon&#8220; vom Allerfeinsten! Der in Nashville lebende, amerikanische Songwriter hatte ja bereits mit dem Vorg\u00e4ngerwerk &#8222;<a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/will-hoge-draw-the-curtains-cd-review\/\">Draw The Curtains<\/a>&#8222;, wie auch mit seinen \u00fcbrigen Ver\u00f6ffentlichungen schon ganz exzellente Kost serviert und ist von uns und den Kritikerscharen zurecht mit Lobeshymnen \u00fcbersch\u00fcttet worden. Also beste Vorraussetzungen, um sich mit einem weiteren Silberling in der ganz oberen Riege seiner amerikanischen Kollegen zu etablieren.<\/p>\n<p>Doch leider sollte zun\u00e4chst ein pers\u00f6nlicher Schicksalsschlag Hoge \u00fcbel mitspielen. W\u00e4hrend der Aufnahmen zu seinem neuen Album fuhr Hoge nach getaner Arbeit abends mit seinem Roller nach Hause und wurde von einem Van, der seine Bahn kreuzte, &#8222;volle Kanne&#8220; erfasst. Schwer blutend, mit mehreren Knochenbr\u00fcchen und zeitweise erblindet musste sich Hoge einem mehrmonatigem Krankenhausaufenthalt unterziehen. Die Rehama\u00dfnahmen dauern bis zum heutigen Tage an. Damit hatte es sich mit &#8222;The Wreckage&#8220; (der Titel entstand in Anlehnung an seinen Unfall) erst einmal erledigt. Die Arbeiten waren zu diesem Zeitpunkt gerade zur H\u00e4lfte abgeschlossen.<\/p>\n<p>Dieses Ereignes bescherte Hoge, laut eigener Aussage, eine vllkommen ver\u00e4nderte Lebenseinstellung. Es setzte ein regelrechter Lernprozess ein. F\u00fcr ihn, der eigentlich in achtzehn Jahren keinen Tag ohne Musik verbracht hatte, lag jetzt der Fokus komplett auf der pers\u00f6nlichen Genesung und dem Wohlbefinden seiner Familie. Acht Monate nach dem Unfall jedoch ging es dann, mental gest\u00e4rkt, endlich zur\u00fcck ins Studio, um das begonnene Werk zu vollenden. Und es ist ein absoluter Knaller geworden. Im Vergleich zum erfolgreichen Vorg\u00e4nger wurde zwar personell nur marginal ge\u00e4ndert (Ken Croomer und Charlie Brosco, die auch das k\u00fcrzlich erschienene, klasse Album der Southern Rocker SwamDaWamp produzierten, sassen erneut an den Reglern; die meisten Musiker, wie u.a. Pat Buchanan, Ban Baird, Ken Croomer, Tim Marks, sind abermals mit von der Partie), das Ergebnis aber gestaltet sich noch einen Tick st\u00e4rker als zuletzt und dank Hoges, aus besagten Gr\u00fcnden sehr emotionaler Hingabe, um ein Vielfaches intensiver.<\/p>\n<p>Das ist schon eine Pracht-Leistung, die er hier abliefert. Tolles Songmaterial, mit saftigen, Gitarren-orientierten Arrangements, zumeist voller Kraft und mit gutem Drive, unterbrochen von der ein oder anderen Ballade, alles ungemein melodisch. Das Album startet mit dem flockig, aber knackig instrumentierten &#8222;Hard To Love&#8220;, ein St\u00fcck in bester Bob Seger-Tradition im gehobenen Midtempo, mit einer klasse Pianountermalung, toller Melodief\u00fchrung und einem starken Bariton-E-Gitarren-Solo. Weiter geht es in deftiger John Mellencamp-Manier mit dem schroffen, geradlinigen, einen tollen Drive aufbauenden, gnadenlos starken Roots-Rocker &#8222;Long Gone&#8220; (fettes Drumming, kreischiges E-Gitarren-Solo), der einmal mehr die ungeheure Vielseitigkeit Hoge&#8217;s beweist. Hier geht&#8217;s richtig zur Sache!<\/p>\n<p>Im Titelsong &#8222;The Wreckage&#8220; entladen sich dann alle erlebten Geschehnisse auf beeindruckende Weise, ohne dabei textlich auf das Vorgefallene einzugehen. Selten hat man Hoge so intensiv, introvertiert, emotional und doch voller k\u00fchler Melancholie singen geh\u00f6rt (ein wenig an <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Radney+Foster\">Radney Foster<\/a> und Kevn Kinney erinnernd), wie bei diesem Track. Eine dumpfe Akustikgitarre, ein dezentes Piano und eine kalt hallende Steelgitarre erzeugen eine ganz besondere, regelrecht mitf\u00fchlende Atmosph\u00e4re. Das ist gro\u00dfe und bewegend performte Musik.<\/p>\n<p>Mit &#8222;Favorite Waste Of Time&#8220;, &#8222;Even If It Brakes Your Heart&#8220; (mit dezentem Petty&#8217;schen &#8222;Into The Great Wide Open&#8220;-Flair) und &#8222;Highway Wings&#8220; bewegt sich Will in luftig instrumentierten, genauso knackigen, wie melodischen, rootsigen Mellencamp-\/Chris Knight-Gefilden. Das atmosph\u00e4rische &#8222;What Could I Do&#8220; steckt wieder voller eigenwilliger Melancholie, die von Jen Gunderman beigesteuerten Mellotron-T\u00f6ne erzeugen G\u00e4nsehaut.<\/p>\n<p>Zusammen mit der bezaubernden Ashley Monroe (singt im Stile einer jungen Dolly Parton) pr\u00e4sentiert Hoge im Duett bei der wundervollen Ballade &#8222;Goodnight \/ Goodbye&#8220; entspannte, sehr melodische, gro\u00dfartige (Alternate)Countrymusic. Sein alter Weggef\u00e4hrte Dan Baird zupft hier die High String Guitar. Diese etwas besinnlichere Phase wird dann mittels &#8222;Just Like Me&#8220;, einem forschen Rootsrocker an der Schnittstelle zwischen Neil Young und John Mellencamp, wieder abgel\u00f6st.<\/p>\n<p>Klasse hier das psychedelisch angehauchte, raue E-Gitarren-Solo von Pat Buchanan. Nach dem entspannten, wundersch\u00f6nen &#8222;Where Do We Go From Now&#8220;, kommt das wieder voller Atmosph\u00e4re steckende, balladeske &#8222;Too Late Too Soon&#8220;, eindrucksvoll mit Gitarren (Southern Rock-kompatibles E-Gitarren-Solo), dumpfen Cello- und Bl\u00e4sert\u00f6nen in Szene gesetzt, sogar mit ein wenig Black Crowes-Flair r\u00fcber. Ein hervorragendes Album-Finale! Eigentlich ist Will Hoges neues Werk angesichts der Vorgeschichte als reinstes Wunder zu bezeichnen.<\/p>\n<p>Woher dieser Musiker, der scheinbar wirklich am Rande des Ablebens taumelte, innerhalb so kurzer Zeit wieder die Kraft und Ideen zu solch einem starken Album sch\u00f6pfte, verdient h\u00f6chste Anerkennung und uneingeschr\u00e4nkten Respekt. Will Hoge hat sich mit diesem Werk endg\u00fcltig in die Regionen der hier beschriebenen Bezugsgr\u00f6\u00dfen katapultiert. Dieser Singer\/Songwriter kann dem Vergleich mit den Mellencamps, Pettys, Chris Knights, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Bob+Seger\">Bob Segers<\/a>, Dan Bairds &amp; Co. locker standhalten.<\/p>\n<p>Wir ziehen den Hut vor dieser Leistung und w\u00fcnschen Will Hoge, auch wenn es sich im Fall von &#8222;The Wreckage&#8220; (das Wrack) schon fast makaber anh\u00f6rt, f\u00fcr seine zuk\u00fcnftige Entwicklung musikalisch weiterhin &#8222;Hals- und Beinbruch&#8220;. Aber es wird schwer, dieses Werk zu toppen. Die Messlatte liegt verdammt hoch. Exzellenter Rootsrock-\/Heartland-Rock-\/rockin&#8216; Americana-Stoff (roadside Americana with the glory of Rock&#8217;n Roll&#8220;, wie es ein U.S.-Kritiker nennt) zum Genie\u00dfen, aufgemacht im feinen Digipack inkl. eingelegtem Faltblatt mit allen Texten und Infos! Brillant!<\/p>\n<p><strong>Rykodisc Records (2009)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil:\u00a0 Country-\/Roots Rock<\/strong><\/p>\n<p>01. Hard To Love<br \/>\n02. Long Gone<br \/>\n03. The Wreckage<br \/>\n04. Favorite Waste Of Time<br \/>\n05. Even If It Breaks Your Heart<br \/>\n06. What Could I Do<br \/>\n07. Goodnight\/Goodbye<br \/>\n08. Just Like Me<br \/>\n09. Highway Wings<br \/>\n10. Where Do We Go from Down<br \/>\n11. Too Late Too Soon<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.willhoge.com\">Will Hoge<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/willhoge\">Will Hoge bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Baumstarkes, neues Album von Will Hoge! Roots-\/Heartland-\/Americana-Rock &#8222;with a southern croon&#8220; vom Allerfeinsten! 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