{"id":12304,"date":"2017-02-15T17:36:49","date_gmt":"2017-02-15T16:36:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=12304"},"modified":"2019-01-21T17:32:46","modified_gmt":"2019-01-21T16:32:46","slug":"eric-gales-middle-of-the-road-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2017\/02\/15\/eric-gales-middle-of-the-road-cd-review\/","title":{"rendered":"Eric Gales &#8211; Middle Of The Road &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Gales_Road_300-e1486232592214.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-12390\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Gales_Road_300-e1486232592214.jpg\" alt=\"Gales_Road_300\" width=\"300\" height=\"300\" \/><\/a><\/p>\n<p>Review: J\u00f6rg Schneider<\/p>\n<p>Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich Eric Gales, obwohl ich bekennender Blues und Bluesrock-Fan bin, bislang nicht auf dem Schirm hatte. Dabei ist &#8222;Middle Of The Road&#8220; sein inzwischen 15. Studioalbum. Und was f\u00fcr eins es ist! Nicht umsonst wird der afro-amerikanische Ausnahmegitarrist aus Memphis in einem Atemzug mit Jimi Hendrix genannt. Und als Linksh\u00e4nder spielt er seine Gitarre daher nicht nur im \u00fcbertragenen Sinne mit links. Herausgekommen ist ein vielschichtiges Bluesalbum mit Anleihen aus Gospel, Swing, Soul, Reggae und sogar Jazz, immer gepaart mit qu\u00e4kenden oder verzerrten Gitarrenkl\u00e4ngen. Genau diese Mischung macht das Werk\u00a0so faszinierend und spannend.<\/p>\n<p>Produziert wurde die Scheibe von Fabrizio Grossi, der bereits mit solchen Gr\u00f6\u00dfen wie Alice Cooper, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Joe+Bonamasa\">Joe Bonamassa<\/a>, Walter Trout oder Lance Lopez zusammen gearbeitet hat. Musikalisch unterst\u00fctzt wird Gales auf dem Album von dem kalifornischen Drummer Aaron Haggerty, von Dylan Wiggins an der Orgel, von LaDonna Gales mit Backgroundgesang und von Maxwell \u201cWizard\u201d Drummey am Melotron. Gales selbst bedient neben dem Bass auch seine zahlreichen Gitarren. So ganz nebenbei steuert er auch den Leadgesang bei.<\/p>\n<p>Gleich der Opener\u00a0&#8222;Good Time&#8220; geht mit seinem Gospel- oder Spirituell-betonten Gesang von LaDonna Gales m\u00e4chtig in die Beine, verspr\u00fcht Lebensfreude und macht Lust auf mehr, wobei sich das Rhythmus-Intro von Eric Gales treibend durch die gesamte Komposition zieht und dabei auch noch Anleihen aus dem Funk aufgreift. Toll gemacht!<\/p>\n<p>&#8222;Change In Me&#8220;, der zweite Song auf der Scheibe, ist da mit dem streckenweise an Gary Moore erinnernden Gitarrenspiel schon wesentlich bluesiger. Sch\u00f6n auch hier wieder der als Refrain sehr soulig gesungene Titel des Songs. Weiter geht\u2019s dann mit dem etwas betulicheren, ruhigen &#8222;Carry Yourself&#8220;, einem St\u00fcck mit sch\u00f6nen melodi\u00f6sen E-Gitarreneinlagen. Bei &#8222;Boogie Man&#8220; wird Eric Gales von dem jungen, aus Austin\/Texas stammenden Gitarristen Gary Clark jr. unterst\u00fctzt, der einem gr\u00f6\u00dferen Publikum erstmals 2010 bekannt wurde, als er auf dem Crossroads Guitar Festival u. a. mit <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Eric+Clapton\">Eric Clapton<\/a>, Jeff Beck, B. B. King und Buddy Guy spielte. Sein vom Jazz beeinflusster Stil, Gitarre zu spielen und Gales soulige Stimme, geben diesem Song seinen besonderen Reiz.<\/p>\n<p>Mit &#8222;Been So Long&#8220; liefert Eric Gales einen weiteren Beweis f\u00fcr seine musikalische Vielf\u00e4ltigkeit. Der Song besticht durch seinen ins Ohr gehenden Reggae-Rhythmus und den dazu passenden Leadgesang. Der Track\u00a0hat durchaus Ohrwurmqualit\u00e4ten und zeigt, wie sich Elemente aus Blues und Reggae zu etwas wunderbar Neuem verschmelzen lassen. &#8222;How, how, how Help Yourself&#8220; hat gesanglich, zumindest stellenweise, gewisse \u00c4hnlichkeiten mit dem gro\u00dfen John Lee Hooker. Zum Sound dieses Songs hat als weiterer Gastmusiker der 18-j\u00e4hrige Christone &#8222;Kingfish&#8220; Ingram ma\u00dfgeblich beigetragen. Er ist ein Multiinstrumentalist, im Delta aufgewachsen und er hat den Blues mit der Muttermilch aufgesogen. Von ihm wird in Zukunft sicherlich noch viel zu h\u00f6ren sein! Der Song selbst ist sehr rhythmisch angelegt und wird haupts\u00e4chlich von klaren Gitarrenriffs und dezenten Harpeinlagen getragen.<br \/>\nWesentlich rauer und mit verzerrten Spiel\u00a0\u00e0 la Hendrix kommt &#8222;I&#8217;ve Been Deceived&#8220; daher, wobei Erics megaphonartig verfremdete, klagende Stimme in einem spannenden Kontrast zu den Background vocals steht.<\/p>\n<p>Im folgenden Song &#8222;Repetition&#8220; ist Eric Gales&#8216; gro\u00dfer Bruder Eugene, dessen musikalische Vorbilder u. a. Muddy Waters, Albert King und Jimi Hendrix sind, mit von der Partie. Er ist auch der Mentor und Lehrmeister seines j\u00fcngeren Bruders Eric. Mit ihm zusammen gr\u00fcndete er die urspr\u00fcngliche Eric Gales Band. Heute spielt Eugene mit seiner eigenen Band &#8222;The Eugene Gales Project&#8220;. &#8222;Repetiton&#8220; ist, bis auf die Gitarrensoli von Eugene, eher zur\u00fcckhaltend instrumentiert und mutet ansonsten leicht Jazz-beeinfusst an, wobei sich das Grundmotiv dem Titel entsprechend immer wieder wiederholt.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu den anderen St\u00fccken dieses Albums ist &#8222;Help Let Me Go&#8220; sehr melodi\u00f6s, ruhig und besinnlich strukturiert, ein sehr sch\u00f6nes St\u00fcck also f\u00fcr die stillen Momente im Leben. &#8222;I Don&#8217;t Know&#8220; beginnt mit einem Scat-Gesang, welcher auch immer wieder im Verlauf des St\u00fcckes auftaucht und sich mit dem souligen Hintergrundgesang abwechselt. Dann noch ein quitschiges E-Gitarrensolo dazu und fertig ist der Song, ohne aber weitere besonders hervorstechende Eigenschaften zu besitzen. Aus Sicht des Rezenten ist es der schw\u00e4chste Titel des Albums.<\/p>\n<p>Den Abschluss bildet Swamp, ein schlagzeuggetriebenes Instrumentalst\u00fcck, quirlig wie ein M\u00fcckenschwarm in den S\u00fcmpfen, schwei\u00dftreibend und fordernd, mit dem Potential den Zuh\u00f6rer durchaus in Trance versetzen zu k\u00f6nnen. Insgesamt ist das Album also eine recht abwechslungsreiche, aber keine Delta Blues-typische Scheibe, wie sich aufgrund von Erics Herkunft vielleicht vermuten lie\u00dfe. Roots Blues-Elemente tauchen allenfalls nur hier und da mal auf. Eher schon sind da Spielweisen aus dem Chicago Blues erkennbar.<\/p>\n<p>Eric selbst sagt \u00fcber sein Album, dass sich der Titel &#8222;Middle Of The Road&#8220; wie ein roter Faden durch das gesamte Werk zieht. Sein Credo: F\u00fcr deinen Weg ist es das Beste, wenn du dich absolut fokussiert und mit dir selbst im Reinen in der Mitte, also &#8222;On the middle of the road&#8220; befindest. Insofern spiegelt die CD sicherlich die momentanen Befindlichkeiten von Eric wieder. Er hat sich gefunden und nimmt sich die Freiheit, Musik zu machen, so wie sie ihm gef\u00e4llt. Und herausgekommen ist dabei beileibe kein Mittelma\u00df, sondern ein kaufenswerter Silberling, mit &#8222;Good Time&#8220;, &#8222;Been So Long&#8220; und &#8222;Swamp&#8220; als absolute Highlights dieses Albums.<\/p>\n<p><strong>Mascot Label Group (2017)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil: Blues Rock<\/strong><\/p>\n<p>01. Good Time<br \/>\n02. Change In Me (The Rebirth)<br \/>\n03. Carry Yourself<br \/>\n04. Boogie Man (feat. Gary Clark Jr.)<br \/>\n05. Been So Long<br \/>\n06. Help Yourself (feat. Christone &#8222;Kingfish&#8220; Ingram)<br \/>\n07. I&#8217;ve Been Deceived<br \/>\n08. Repetition (feat. Eugene Gales)<br \/>\n09. Help Me Let Go<br \/>\n10. I Don&#8217;t Know<br \/>\n11. Swamp<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.ericgales.com\">Eric Gales<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/ericgales\">Eric Gales bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.mascotlabelgroup.com\">Mascot Records<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.netinfect.de\">Netinfect Promotion<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Review: J\u00f6rg Schneider Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich Eric Gales, obwohl ich bekennender Blues und Bluesrock-Fan bin, bislang nicht auf dem Schirm hatte. Dabei ist &#8222;Middle Of The Road&#8220; sein inzwischen 15. Studioalbum. Und was f\u00fcr eins es ist! 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