{"id":1200,"date":"2015-12-14T07:43:00","date_gmt":"2015-12-14T06:43:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=1200"},"modified":"2020-07-08T19:20:23","modified_gmt":"2020-07-08T17:20:23","slug":"blackberry-smoke-the-whippoorwill-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/blackberry-smoke-the-whippoorwill-cd-review\/","title":{"rendered":"Blackberry Smoke &#8211; The Whippoorwill &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/BS_3-e1432373995233.jpg\" \/><\/p>\n<p>Mannomann! Was hat diese Band f\u00fcr eine Entwicklung genommen! Die neue Scheibe von Blackberry Smoke, nach einer wohl nur eingefleischten Ornithologen bekannten Vogelart, der Schwarzkehl-Nachtschwalbe, benannt, ist einfach nur der Hammer. Der F\u00fcnfer um Frontmann Charlie Starr, der hier wieder grandiose Gesangs-, Gitarren- und Songwriterkunst abliefert, hat sich auf diesem Werk selbst \u00fcbertroffen und sogar den saustarken Vorg\u00e4nger &#8222;Little Piece Od Dixie&#8220; fast zur Bedeutungslosigkeit degradiert! Auf ihrer tollen Live-DVD, die schon vier Songs des neuen Werkes (&#8222;Everybody Knows She\u2019s Mine&#8220;, &#8222;The Whippoorwill&#8220;, &#8222;Ain\u2019t Much Left Of Me&#8220; und &#8222;Sleeping Dogs&#8220;) als Hei\u00dfmacher beinhaltete, hatte sich bereits angedeutet, dass diese Band aus Georgia ohne Wenn und Aber die Champions-League des Southern Rocks entern w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Und dies ist mit dem dreizehn St\u00fccke umfassenden neuen Silberling eindrucksvoll gelungen, eine regelrechte Sternstunde des Southern Rocks im Allgemeinen und f\u00fcr die Anbeter solcher Legenden wie <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Lynyrd+Skynyrd\">Lynyrd Skynyrd<\/a><\/span>, <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Outlaws\">Outlaws<\/a><\/span> und The Kentucky Headhunters im Besonderen! Die Georgianer f\u00fchlen sich beim Label von Country-Superstar Zac Brown (Zac Brown Band), Southern Ground Records, der an den Burschen zu Recht einen Narren gefressen zu haben scheint, sichtlich pudelwohl und pushen sich immer wieder zu neuen H\u00f6chstleistungen. Besagter Zac Brown und sein Gitarrist Clay Cook sind auch wieder bei Produktion, Songwriting und auch instrumentell mit eingebunden. Wie ebenfalls auf dem Live-Dokument ersichtlich und pr\u00e4gnant h\u00f6rbar, hat ihr neuer Silberling mit der Hinzunahme von Keyboarder Brandon Still auch im Studio das &#8222;noch etwas gewisse Mehr&#8220; hinzugewonnen.<\/p>\n<p>Der Bursche spielt sich hier zwischen Allman&#8217;schen Hammond-Kl\u00e4ngen und Pilly Powell &#8222;Ged\u00e4chtnis Piano-Geklimper&#8220; regelrecht in Rage und mutiert hinter Fronter Charlie Starr zum zweiten Star des Albums, getragen nat\u00fcrlich vom manschaftsdienlichen Restkollektiv, bestehend aus den Turner-Br\u00fcdern Rich (Bass) und Brit (Drums), sowie dem Zweitgitarristen Paul Jackson (sch\u00f6nes Lead-Solo auf &#8222;Everbody Knows She\u2019s Mine&#8220; und mit einigen southern-typischen Twin-Erg\u00e4nzungen zu Starr, ansonsten mit toller Rhythmus-Arbeit).<\/p>\n<p>Einfach herrlich diese Scheibe und man wei\u00df eigentlich gar nicht, wo man mit den Lobeshymnen beginnen und wann aufh\u00f6ren soll. Wenn Charlie Starr schon beim fulminanten Opener &#8222;Six Ways To Sunday&#8220; mit an Georgia Satellites reminiszierenden E-Salven &#8222;losrumpelt&#8220;, Brandon Still auf seinem Klavier in bester Honkytonk-Manier dazwischen &#8222;h\u00e4mmert&#8220;, und das Ganze in einen furiosen Southern-Boogie m\u00fcndet (auch Skynyrds &#8222;Things Goin\u2019 On&#8220; schimmert dezent mit durch), geht jedem Liebhaber dieser Art von Musik sofort das Herz auf. Was f\u00fcr ein Auftakt! &#8222;Pretty Little Lie&#8220; bietet dann richtig feinen, nat\u00fcrlich auch southern-infizierten, Roots-\/Countryrock, bei dem <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Will+Hoge\">Will Hoge<\/a><\/span> in Bestform Pate gestanden haben k\u00f6nnte. Was f\u00fcr eine tolle Melodie &#8211; einfach wunderbar!<\/p>\n<p>Ist der Starr jetzt ganz &#8222;verr\u00fcckt&#8220; geworden? Auf &#8222;One Horse Town&#8220; n\u00e4selt er im Refrain zuweilen gar in bester Henry Paul-Manier und haucht dem erneut grandiosen Song damit sogar ein geh\u00f6riges The Outlaws-Flair ein. Zudem spielt der Bursche hier auch noch herrliche Pedal Steel-Fills. &#8222;Ain\u2019t Much Left To Say&#8220; (wieder mit etwas Georgia Satellites-Feeling) und das megaentspannte Titelst\u00fcck &#8222;The Whippoorwill&#8220; wissen auch im Studio zu \u00fcberzeugen. Letzteres gewinnt durch Starrs erneute Steel-Einlagen sogar noch mehr an Atmosph\u00e4re. Absolute G\u00e4nsehaut-Garantie! Das folgende &#8222;Lucky Seven&#8220; hat einfach den Groove und bei &#8222;Leave A Scar&#8220; wird die &#8222;harte&#8220; Southern Rock-Keule geschwungen. Was f\u00fcr eine Power. Toll hier das unter die r\u00f6hrenden E-Gitarren geflochtene Banjo des vielseitigen Bandleaders und die fetten Orgelsalven von Brandon Still. Einfach klasse, ein spektakul\u00e4rer und zum Teil hymnenartiger Uptemporocker. Ein richtig schwerer Southern-Blues zwischen The Allman Brothers Band und Skynyrd pendelnd ist &#8222;Crimson Moon&#8220;.<\/p>\n<p>Grandios auch die weiblichen Backs von Maureen Murphy, Lo Carter, Kyla Jade und Sarah Dugas, die erstmals bei einigen Smoke-Songs integriert wurden &#8211; und auch das passt hervorragend. &#8222;Ain\u2019t Got The Blues&#8220; ist ein richtig sch\u00f6ner, spartanischer Retro-Blues mit Knistern am Anfang (wie fr\u00fcher bei den schon etwas zerkratzten LPs) und mit modifizierter, an alte Blueser erinnernder Stimme von Starr, der dann aber im Verlauf deutlich zulegt (klasse Slide). Hat ein wenig was von Skynyrds &#8222;Made in Shade&#8220; oder &#8222;Mississippi Kid&#8220;.<\/p>\n<p>Was geht denn da bei &#8222;Shakin&#8216; Hands With The Holy Ghost&#8220; ab? Starr und Co. zaubern hier, als wenn AC\/DC pl\u00f6tzlich im Southern Rock ihre neue Passion gefunden h\u00e4tten. Der Song sch\u00fcttelt mit seinem E-Gitarren-F\u00fchrungsriff den ganzen K\u00f6rper durch, einfach g\u00f6ttlich, dazu das gl\u00fchende E-Gitarren-Solo und die rotzigen Backs der o.a. Ladies. Am Ende gibt es dann mit &#8222;Up The Road&#8220; noch eine Wahnsinns-Ballade, die einen in Derek &amp; The Dominos-Zeiten zur\u00fcckschwelgen l\u00e4sst. Herrlich das <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Eric+Clapton\">Clapton<\/a>-m\u00e4ssige Solo, die &#8222;Uuhs&#8220; der Damen und Stills mitreissende Piano- und Orgel-Arbeit. Der Song endet so, wie er enden muss, um ein Southern-typisches, furioses Gitarrenfinish anzugliedern, das dann aber in Kurzform gehalten wird, daf\u00fcr jedoch mit einer erschlagenden Orgel und gospelartigen Klage-Ges\u00e4ngen der Damen (schreien regelrecht gegen Starr und Still an) kombiniert wird. Nach diesem Ende wei\u00df ein jeder Southern Rocker, dass er hier ganz gro\u00dfes &#8222;Kino&#8220; geboten bekommt.<\/p>\n<p>Blackberry Smokes Meisterwerk &#8222;The Whippoorwill&#8220; kann man von daher mit Fug und Recht als eines der besten Southern Rock-Alben dieses Jahrtausends bezeichnen. Das Digipak wurde \u00fcbrigens mit einem sch\u00f6n retro gestalteten, 16-seitigen Steckbooklet best\u00fcckt, das s\u00e4mtliche Texte beinhaltet. Eine ganz gro\u00dfe Verbeugung vor Charlie Starr und seinen Mannen!<\/p>\n<p><strong>Southern Ground (2012)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil:\u00a0 Southern Rock<\/strong><\/p>\n<p>01. Six Ways To Sunday<br \/>\n02. Pretty Little Lie<br \/>\n03. Everybody Knows She&#8217;s Mine<br \/>\n04. One Horse Town<br \/>\n05. Ain&#8217;t Much Left of Me<br \/>\n06. The Whippoorwill<br \/>\n07. Lucky Seven<br \/>\n08. Leave A Scar<br \/>\n09. Crimson Moon<br \/>\n10. Ain&#8217;t Got The Blues<br \/>\n11. Sleeping Dogs<br \/>\n12. Shakin&#8216; Hands With The Holy Ghost<br \/>\n13. Up The Road<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.BlackberrySmoke.com\">Blackberry Smoke<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/BlackberrySmoke\">Blackberry Smoke bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.baerchenrecords.de\">B\u00e4rchen Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mannomann! Was hat diese Band f\u00fcr eine Entwicklung genommen! Die neue Scheibe von Blackberry Smoke, nach einer wohl nur eingefleischten Ornithologen bekannten Vogelart, der Schwarzkehl-Nachtschwalbe, benannt, ist einfach nur der Hammer. 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