{"id":11810,"date":"2016-12-16T22:34:57","date_gmt":"2016-12-16T21:34:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=11810"},"modified":"2018-12-13T07:59:47","modified_gmt":"2018-12-13T06:59:47","slug":"molly-hatchet-15-12-2016-kubana-siegburg-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2016\/12\/16\/molly-hatchet-15-12-2016-kubana-siegburg-konzertbericht\/","title":{"rendered":"Molly Hatchet &#8211; 15.12.2016, Kubana, Siegburg &#8211; Konzertbericht"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Bild-Aktuell-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-11830\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Bild-Aktuell-2.jpg\" alt=\"Molly Hatchet\" width=\"801\" height=\"533\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Bild-Aktuell-2.jpg 801w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Bild-Aktuell-2-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/Bild-Aktuell-2-768x511.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 801px) 100vw, 801px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Molly Hatchet z\u00e4hlen in der Southern Rock-Retrospektive zweifellos mit zu den ganz gro\u00dfen und pr\u00e4genden Acts des Genres. Gerade nach <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Lynyrd+Skynyrd\">Skynyrds<\/a> Flugzeugabsturz war die Band um Danny Joe Brown, Dave Hlubek, Duane Roland &amp; Co. eine der neuen und vielversprechenden Hoffnungstr\u00e4ger der damaligen Zeit, die im Gro\u00dfen und Ganzen dann mit einigen starken Alben, zum Teil richtigen Klassikern, sich zu Recht einen Legenden-Status erarbeiteten.<\/p>\n<p>Diverse Todesf\u00e4lle, Geschacher\u00a0um die Namensrechte, diverse Bandumbesetzungen (bis zum Spielen ohne ein einziges Originalmitglied), nachlassende Kreativit\u00e4t und das nat\u00fcrliche biologische Altern, wie bei allen unter uns, lie\u00dfen mittlerweile aber peu \u00e0 peu den\u00a0einstigen Glanz der Band aus Jacksonville, Florida verblassen.<\/p>\n<p>Ich hatte die Truppe\u00a0damals noch zu ihren Paradezeiten zusammen mit den <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Outlaws\">Outlaws<\/a>, damals in der Essener Grugahalle, in der Ursprungsbesetzung erlebt, bei ihrem grandiosen Comeback auf der Lorelei unter Ingram-Regie, sp\u00e4ter nochmal in Dortmund (ist aber auch schon knapp 15 Jahre her), als es mit dem Zauber schon nachzulassen drohte. Alle Auftritte habe ich in absolut guter Erinnerung.<\/p>\n<p>Mit ein bisschen Sentimentalit\u00e4t im Gep\u00e4ck, die ja in uns Southern Rockern irgendwo verankert ist, entschloss ich mich mit unserem Fotografen J\u00f6rg Schneider (f\u00fcr ihn waren MH Premiere), zur Abrundung des Sounds Of South-Jahres, \u00a0die Gelegenheit, nach so langer Zeit, noch mal am Schopf zu packen und in Sachen Molly Hatchet, den weiten Weg in das sch\u00f6ne Sieburger Kubana anzutreten, das uns vom <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Preacher+Stone\">Preacher Stone<\/a>-Auftritt vor gut einem Monat ja in bester\u00a0Erinnerung geblieben war.<\/p>\n<p>Der s\u00fcdlich von K\u00f6ln gelegene Ort, nicht unbedingt als die pulsierende Metropole \u00a0bekannt (vor allem unter der Woche), war mit knapp 250 Zuschauern diesmal f\u00fcr einen Donnerstag durchaus gut besucht und gef\u00fcllt, der Name Molly Hatchet scheint bei den Gleichgesinnten, immer noch einigerma\u00dfen zu ziehen.<\/p>\n<p>Was folgte, war leider eine einzige Entt\u00e4uschung. Es fing damit an, als nach 20:00 Uhr, dem Zeitpunkt des planm\u00e4\u00dfigen Beginns, die Mikrofone noch nicht richtig eingestellt waren (und im weiteren Verlauf auch meist nicht). Mir ist v\u00f6llig schleierhaft, wie man bei dem technischen Know-How und seinen M\u00f6glichkeiten von heute, es immer wieder verbockt, einen ausgewogenen und transparenten Klang hinzubekommen, aber vielleicht war das ja auch nicht unbedingt gewollt.<\/p>\n<p>Dann vermisste man\u00a0Dave Hlubek, der auf allen Terminank\u00fcndigungen bildlich mitgef\u00fchrt wurde, dessen mittlerweile\u00a0korpulente Erscheinung ich gerne mal wieder gesehen h\u00e4tte. Demnach fehlte ein zweiter Gitarrenspieler, der im weiteren Verlauf selbst von einem starken Gitarristen wie Ingram, allein nicht zu kompensieren war.<\/p>\n<p>S\u00e4nger Phil McCormack stellt\u00a0vom k\u00f6rperlichen Erscheinungsbild und auch vom Gesang her, der gr\u00f6\u00dftenteils im \u00fcberlauten Soundbrei unterging, eine fast bemitleidenswerte Person dar, au\u00dfer ein paar &#8218;Hell Yeahs&#8216; und einem gelungenen Harp-Solo ist da nicht mehr viel an alter St\u00e4rke zu vermelden. Auch beim Rest hat das Musikerleben deutliche Spuren hinterlassen, die Rhythmusfraktion, bestehend aus Beamer (\u00fcbrigens, eine der wenigen Unterhaltsamkeiten war die Windmaschine, die Shawns Haare st\u00e4ndig wehen lie\u00df) und Lindsey, ist\u00a0aber auch noch ganz gut bei Kr\u00e4ften.<\/p>\n<p>Ingram bewies immerhin, dass er noch ein toller\u00a0Gitarrist ist, dem aber das Zepter in Sachen w\u00fcrdevollem Fortbestehens\/Abtretens dieser Truppe, massiv zu entgleiten droht. Dazu rannte st\u00e4ndig ihr ebenfalls vom Leben gezeichneter Roadie auf der B\u00fchne herum, McCormack verschwand oft\u00a0im Backstage-Bereich, Ingram musste\u00a0mehrfach Instruktionen dorthin erteilen. Ach ja und einige\u00a0Spiel- und Gesangseinsatzpatzer kamen auch noch dazu.<\/p>\n<p>Das Quintett beschr\u00e4nkte sich im Gro\u00dfen und Ganzen auf die beiden ersten Alben der Originalband mit allen typischen Klassikern (u. a. &#8222;Whiskey Man&#8220; als Opener, &#8222;Bounty Hunter&#8220;, &#8222;Gator Country&#8220;, &#8222;One Man&#8217;s Pleasure&#8220;, &#8222;The Creeper&#8220;, &#8222;Jukin&#8216; City&#8220;, &#8222;Dreams I&#8217;ll Never See&#8220;), huldigte Danny Joe Brown mit einer &#8222;Edge Of Sundown&#8220;\/&#8220;Fall Of The Peacemakers&#8220;-Kombination (einer der H\u00f6hepunkte, zumal John Galvin und McCormack auch mal ganz gut zu h\u00f6ren waren) und Ronnie Dio mit &#8222;I&#8217;m Gonna Live &#8218;Til I Die&#8220;, dazwischen gab es noch &#8222;Beatin&#8216; The Odds&#8220;, vom\u00a03. Album und &#8222;Devil&#8217;s Canyon&#8220;, vom einstigen Klasse-Comeback-Werk unter Bobby Ingrams neuer &#8218;Federf\u00fchrung&#8216;.<\/p>\n<p>Die einzige Zugabe nach vorheriger Vorstellung der Band wurde mit &#8222;Flirtin&#8216; With Disaster&#8220; in einer grauenvoll gespielten und gesungenen Version abgewickelt, nicht einmal Ingrams Paradest\u00fcck &#8222;The Journey&#8220; wurde zum Besten gegeben. Ich war zutiefst entt\u00e4uscht, deprimiert und geknickt, das hatte teilweise was von einer Selbstdemontage. So habe ich mir ein Wiedersehen wahrlich nicht vorgestellt. Man kann eigentlich nur hoffen, dass die Band einfach nur einen schlechten Abend erwischt hatte, was ich allerdings nicht glaube.<\/p>\n<p>Es steht mir sicher nicht zu, irgendwelche Ratschl\u00e4ge zu erteilen, zumal ja hier auch ganz sicher Existenzen dahinter stehen und zu ber\u00fccksichtigen sind. Trotzdem halte ich ein Fortf\u00fchren dieses Projekts in dieser Form f\u00fcr nicht mehr lange tragf\u00e4hig. Vielleicht sollten sich alle Beteiligten neu orientieren\u00a0oder\u00a0Molly Hatchet drastisch ver\u00e4ndern, ruhen lassen oder evtl. ganz ad acta legen. Gerade der immer noch agile Bobby Ingram k\u00f6nnte sich\u00a0evtl. mal mit jungen talentierten, kreativen und hungrigen Musikern (ich denke, da gibt es im S\u00fcden der USA ja wohl genug) als Bobby Ingram Band oder, wie auch immer, ganz neu ausrichten.<\/p>\n<p>Das traurige Fazit des Abends lautet jedenfalls: Es war die Entt\u00e4uschung im Sounds Of South-Konzertjahr schlechthin! Bei Weiterf\u00fchrung in\u00a0dieser Konstellation flirtet Molly Hatchet zur Zeit ganz kr\u00e4ftig\u00a0mit\u00a0einem gewaltig gro\u00dfen Desaster in eigener Sache!<\/p>\n<p>Vielen Dank trotzdem wieder an J\u00fcrgen Hoffmann vom tollen Kubana f\u00fcr die Akkreditierung.\u00a0Der Club\u00a0hat wirklich bessere Auftritte\u00a0verdient.<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Line-up:<\/span><\/strong><br \/>\nBobby Ingram (electric guitar, vocals)<br \/>\nPhil McCormack (lead vocals, harp)<br \/>\nJohn Galvin (keys, vocals)<br \/>\nShawn Beamer (drums)<br \/>\nTim Lindsey (bass, vocals)<\/p>\n<p>Bilder: J\u00f6rg Schneider<br \/>\nText: Daniel Daus<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.mollyhatchet.com\">Molly Hatchet<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/Official-Molly-Hatchet-815255768543314\/\">Molly Hatchet bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.kubana.de\/live-club\/\">Kubana Siegburg<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.js-bildgut.de\/\">J\u00f6rg Schneider Webseite<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Molly Hatchet z\u00e4hlen in der Southern Rock-Retrospektive zweifellos mit zu den ganz gro\u00dfen und pr\u00e4genden Acts des Genres. Gerade nach Skynyrds Flugzeugabsturz war die Band um Danny Joe Brown, Dave Hlubek, Duane Roland &amp; Co. eine der neuen und vielversprechenden Hoffnungstr\u00e4ger der damaligen Zeit, die im Gro\u00dfen und Ganzen dann mit einigen starken Alben, zum &hellip; <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2016\/12\/16\/molly-hatchet-15-12-2016-kubana-siegburg-konzertbericht\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Molly Hatchet &#8211; 15.12.2016, Kubana, Siegburg &#8211; Konzertbericht<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[132,366,512,1446,1657,756,1699,1040],"class_list":["post-11810","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-bobby-ingram","tag-florida","tag-jacksonville","tag-konzertbericht","tag-kubana","tag-molly-hatchet","tag-siegburg","tag-southern-rock"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11810","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11810"}],"version-history":[{"count":27,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11810\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":29971,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11810\/revisions\/29971"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11810"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11810"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11810"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}