{"id":1132,"date":"2015-12-14T07:54:00","date_gmt":"2015-12-14T06:54:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=1132"},"modified":"2020-07-08T17:00:22","modified_gmt":"2020-07-08T15:00:22","slug":"casino-steel-theres-a-tear-in-my-beer-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/casino-steel-theres-a-tear-in-my-beer-cd-review\/","title":{"rendered":"Casino Steel &#8211; There&#8217;s A Tear In My Beer &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Steel.jpg\" \/><\/p>\n<p>Bei Casino Steel handelt es sich um einen mir bis zum heutigen Tage unbekannt gebliebenen Kultmusiker der Punkrockszene. Namen von Truppen mit seiner Beteiligung wie The Boys und Hollywood Brats sind daher meinem, von Southern-Rock und New-Country dominierten Geschmack naturgem\u00e4\u00df nie begegnet. Erstgenannte Gruppe soll zumindest vom S\u00e4nger einer, in unseren Breitengraden recht bekannten D\u00fcsseldorfer Band (auch ber\u00fchmt f\u00fcr ihren schlechten Fu\u00dfballgeschmack), die in \u00e4hnlichen Gefilden einsortiert wird, gl\u00fchend verehrt werden. Ach ja, irgendwann war dieser Herr Steel auch mal recht kurzweilig Teilzeitarbeiter von The Ramones, die mir nat\u00fcrlich in weiter Ferne auch musikalisch gel\u00e4ufig sind.<\/p>\n<p>Warum landet ein Album dieses Musikers also bei Herrn Daus? Ganz einfach, der gute Casino Steel hat ein Countryalbum aufgenommen und die Experten auf diesem Gebiet sind oft noch rar ges\u00e4t. Punk und Country passt das zusammen? Bef\u00fcrchtet hatte ich zun\u00e4chst irgendein trockenes kurzes Uptempo-Alternate-Country-Geschrammel, dass dann nach einer knappen halben Stunde Qual eventuell beendet ist. Dem ist aber nicht so! Casino Steel widmet sich vornehmlich altem, traditionellen Countryliedgut (bin ich eigentlich auch kein gro\u00dfer Freund von) wie der Titel &#8222;There&#8217;s a Tear In My Beer&#8220; (ein alter Hank Williams-Klassiker) bereits andeutet, der auch als Opener, direkt mit noch zwei weiteren St\u00fccken des alten Countryhaudegens gecovert wird.<\/p>\n<p>Das erledigt Steel mit viel Hingabe, Ruhe und durch eine recht kr\u00e4ftige, moderne Einspielung sehr zufriedenstellend. Dazu lockert die Beteiligung von Duettpartnerinnen wie u. a. Claudia Scott und Liz Tove Vespestad, die sich im Stile von Emmylou Harris oder Dolly Parton vokal einbringen, die Songs ein wenig auf. Das traditionelle country-typische Flair bleibt aber durch recht markante Steel-Parts jederzeit erhalten.<\/p>\n<p>Am besten gefallen mir jedoch die Sachen, die Steel selbst oder mitkomponiert hat. Das bluesig-balladeske, sehr melodische, rau gesungene &#8222;I Was Barely Getting By&#8220; mit herrlichen E-Passagen, irgendwo zwischen Tom Waits und Mitch Ryder angesiedelt, d\u00fcrfte dabei ganz sicher auf meinem Best-Of-Jahres-Sampler landen. Ein starker Song! Genauso klasse das ebenfalls bluesige &#8222;Real Rain&#8220; (mit sch\u00f6nen weiblichen Harmonies, starkem, sirenenartigen E-Solo), das flotte, mit dezentem Rockabilly-Flair umgarnte &#8222;I&#8217;m Unable To Toe The Line&#8220;, oder das authentisch traurig \u00fcberbrachte &#8222;Ballad Of The Sad Caf\u00e9&#8220; (Piano-Barroom-Ballade mit Tom Waits-Spirit), und das abschlie\u00dfende &#8222;Heroine&#8220; (70ies-Retro-Schwofer mit sch\u00f6nen Stimmungswechseln).<\/p>\n<p>Lediglich die gar nicht mal so un\u00fcbel gemachte Countryinterpretation von &#8222;What A Wonderful World&#8220; erscheint angesichts des wohl unerreichbaren Louis Armstrong-Verm\u00e4chtnisses im unweigerlich aufkommenden Vergleich chancenlos. Trotzdem, Casino Steels &#8222;There&#8217;s A Tear In My Beer&#8220; hat in seiner Gesamtheit durchaus die Berechtigung, mal von Freunden solcher Traditions-Musiker der Marke Williams, Cash &amp; Co., sowie von Bluesern, die sich offen f\u00fcr Country der alten Schule zeigen, mal unter die Lupe genommen zu werden. Selbst aus meiner eher New-Country-orientierten Sicht ein recht akzeptables Werk!<\/p>\n<p><strong>Wild Kingdom (2007)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil. Country Rock<\/strong><\/p>\n<p>01. There&#8217;s A Tear In My Beer<br \/>\n02. I Was Barely Getting By<br \/>\n03. I&#8217;m So Lonesome I Could Cry<br \/>\n04. That&#8217;s All I Need To Hear<br \/>\n05. She Thinks I Still Care<br \/>\n06. Real Rain<br \/>\n07. Cold, Cold Heart<br \/>\n08. Oh Ramona<br \/>\n09. What A Wonderful World<br \/>\n10. I&#8217;m Unable To Toe The Line<br \/>\n11. Ballad Of The Sad Caf\u00e9<br \/>\n12. Baby, That&#8217;s Cold<br \/>\n13. I Wish I Could Come Home<br \/>\n14. Heroine<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.casinosteel.com\">Casino Steel<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei Casino Steel handelt es sich um einen mir bis zum heutigen Tage unbekannt gebliebenen Kultmusiker der Punkrockszene. Namen von Truppen mit seiner Beteiligung wie The Boys und Hollywood Brats sind daher meinem, von Southern-Rock und New-Country dominierten Geschmack naturgem\u00e4\u00df nie begegnet. 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