{"id":1129,"date":"2015-12-14T07:53:00","date_gmt":"2015-12-14T06:53:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=1129"},"modified":"2020-07-08T17:00:55","modified_gmt":"2020-07-08T15:00:55","slug":"kim-carnes-chasin-wild-trains-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/kim-carnes-chasin-wild-trains-cd-review\/","title":{"rendered":"Kim Carnes &#8211; Chasin&#8216; Wild Trains &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Carnes.jpg\" \/><\/p>\n<p>Kim Carnes z\u00e4hlt zu den Interpretinnen, die in der breiten \u00d6ffentlichkeit meist \u00fcber einen gro\u00dfen Hit definiert werden, \u00e4hnlich wie John Miles mit &#8222;Music&#8220;, Marc Cohn mit &#8222;Walking In Memphis&#8220; oder Robin Beck mit &#8222;First Time&#8220;, um hier ein paar weitere Beispiele anzuf\u00fchren. In ihrem Fall war &#8222;Bette Davies Eyes&#8220; der Knaller, mit dem sie in den Achtziger Jahren gro\u00dfen Bekanntheitsgrad erlangte, und auch Grammies abr\u00e4umte.<\/p>\n<p>Und so w\u00fcrde ich einiges darauf verwetten, dass selbst viele meiner Bekannten, die ohne Zweifel allesamt einen recht hohes Musik-Allgemeinwissen besitzen, mit kaum mehr als zwei bis drei weiteren Carnes-Songs spontan aufwarten k\u00f6nnen, wenn \u00fcberhaupt.<\/p>\n<p>Schade eigentlich, denn die gute Kim, wie auch nat\u00fcrlich die anderen o. a. K\u00fcnstler, hat viele tolle Lieder in ihrem Repertoire, wie auch ihr damaliges Greatest-Hits-Album von 1993 eindeutig beweist. Man erinnert sich an starke St\u00fccke wie &#8222;Gypsy Honeymoon&#8220;, &#8222;I&#8217;ll Be There Where The Heart Is&#8220;, &#8222;It Hurts So Bad&#8220; (immer noch mein pers\u00f6nliches Lieblingsst\u00fcck), &#8222;Crazy In The Night&#8220; oder auch an &#8222;Still Hold On&#8220;. Southern-Rock-Freunden wird vielleicht noch die grandiose Coverversion von Johnny Van Zant auf seinem Album &#8222;The Last Of The Wild Ones&#8220; im Ged\u00e4chtnis h\u00e4ngen geblieben sein.<\/p>\n<p>Zw\u00f6lf Jahre sind seit dieser Kompilation vergangen, dass letzte richtige Album &#8222;Checkin&#8216; Out The Ghosts&#8220; liegt sogar noch zwei weitere Jahre zur\u00fcck, und wurde zudem nur in Japan ver\u00f6ffentlicht. Was ist in der Zwischenzeit passiert? Kim ist nat\u00fcrlich weiterhin live aufgetreten, und hat sich nach ihrem Umzug nach Nashville 1994 mehr dem Songwriting f\u00fcr andere Interpreten wie u. a. Sawyer Brown, Suzy Bogguss, Pam Tillis, Carolyn Dawn Johnson oder Tanya Tucker gewidmet, oder verlieh ihre phantastische Stimme im Background f\u00fcr Leute wie <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Deana+Carter\">Deana Carter<\/a><\/span> oder <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Tim+McGraw\">Tim McGraw<\/a><\/span>.<\/p>\n<p>Sch\u00f6n dass es jetzt wieder mit einem neuen Silberling geklappt hat. &#8222;Chasin&#8216; Wild Trains&#8220; l\u00e4uft seit Tagen in meinem Player rauf und runter. Ein Klasse-Album! Zw\u00f6lf neue St\u00fccke mit wundersch\u00f6nem melodisch zeitlosen Charakter. Die Dame mit der blonden M\u00e4hne und ihrer unnachahmlich rauchigen Reibeisen-Stimme in Bestform! Und bei einem Umzug nach Music City bietet es sich nat\u00fcrlich an, namhafte Klassemusiker der dortigen Szene f\u00fcr ein solches Projekt einzubinden.<\/p>\n<p>Naturgem\u00e4\u00df tauchen dann auch so bekannte Instrumentalisten wie Greg Morrow, Billy Panda, Tim Lauer, Richard Bennett, Tom Bukovac oder <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Jeffrey+Steele\">Jeffrey Steele<\/a><\/span> im Booklet auf, die aus dem von mir so geliebten New-Country-Geschehen allseits gel\u00e4ufig sind. Aber auch Typen wie Angelo, Jeff Hanna (Nitty Gritty Dirt Band) oder Chuck Prophet, den ich live auf dem letzten Blue Highways Festival in Utrecht erleben durfte, f\u00fcgen sich mit starken Leistungen in das Gesamtgeschehen ein.<\/p>\n<p>Als Single wurde die entspannte Ballade &#8222;One Beat At A Time&#8220; ausgekoppelt, die ein tolles Slide-Solo enth\u00e4lt und ihren Anspruch in Kims genialem weich-kratzigem Gesang und Tim Lauers unaufdringlichem, aber starken Keyboardspiel begr\u00fcndet. Meine pers\u00f6nlichen Favs aber sind die rhythmisch flotten &#8222;Just To See You Smile&#8220; und &#8222;All About Time&#8220; die von knackigem Akustikgitarrenspiel getragen werden, die herrliche Ballade &#8222;Goodnight Angel&#8220; (klasse Harmonie-Vocals vom Kings Of Leon Produzenten Angelo, starke Gitarrenarbeit\/-Solo Tom Bukovac) und das von einem leichten County-Flair umgarnte Midtempost\u00fcck &#8222;Lucid Dreams&#8220;, wobei Chuck Prophet ebenfalls Harmonies beisteuert, aber auch an der Telecaster im Wechselspiel zu Angelos Dire-Straits-m\u00e4\u00dfigen Stratocaster-Fills zu gl\u00e4nzen wei\u00df.<\/p>\n<p>Wohltuend neben der, ich m\u00f6chte es auch an dieser Stelle nochmals erw\u00e4hnen, sensationellen Gesangsperformance von Frau Carnes auch, dass diesmal auf der CD, wie es noch in den Achtzigern ja leider Gottes so \u00fcblich war, auf Synthesizereinlagen komplett verzichtet wurde. Insgesamt ein lang ersehntes starkes Comeback von Kim Carnes, das nach etwas zeitnaheren Nachfolgewerken schreit&#8230;<\/p>\n<p><strong>CoraZong Records (2005)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil:\u00a0 Rock &amp; More<\/strong><\/p>\n<p>01. One Beat At A Time<br \/>\n02. Just To See You Smile<br \/>\n03. Where Is The Boy (Chris&#8216; Song)<br \/>\n04. Goodnight Angel<br \/>\n05. Lucid Dreams<br \/>\n06. All About Time<br \/>\n07. Runaway<br \/>\n08. You Made My Skin Burn<br \/>\n09. Still Warmed By The Thrill<br \/>\n10. If I Was An Angel<br \/>\n11. Too Far Gone<br \/>\n12. Stepped Right In<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kimcarnes.com\">Kim Carnes<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/pages\/Kim-Carnes\/146877908662804\">Kim Carnes bei Facebook<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kim Carnes z\u00e4hlt zu den Interpretinnen, die in der breiten \u00d6ffentlichkeit meist \u00fcber einen gro\u00dfen Hit definiert werden, \u00e4hnlich wie John Miles mit &#8222;Music&#8220;, Marc Cohn mit &#8222;Walking In Memphis&#8220; oder Robin Beck mit &#8222;First Time&#8220;, um hier ein paar weitere Beispiele anzuf\u00fchren. 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