{"id":11039,"date":"2016-11-05T16:20:09","date_gmt":"2016-11-05T15:20:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?p=11039"},"modified":"2016-11-11T16:41:53","modified_gmt":"2016-11-11T15:41:53","slug":"ten-years-after-03-11-2016-musiktheater-piano-dortmund-konzertbericht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2016\/11\/05\/ten-years-after-03-11-2016-musiktheater-piano-dortmund-konzertbericht\/","title":{"rendered":"Ten Years After &#8211; 03.11.2016, Musiktheater Piano, Dortmund &#8211; Konzertbericht"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/DSC0750-Kopie.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-11042\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/DSC0750-Kopie.jpg\" alt=\"_dsc0750-kopie\" width=\"801\" height=\"533\" srcset=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/DSC0750-Kopie.jpg 801w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/DSC0750-Kopie-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/DSC0750-Kopie-768x511.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 801px) 100vw, 801px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Bericht und Bilder: J\u00f6rg Schneider<\/p>\n<p>Endlich! Die Helden meiner Jugend treten fast 50 Jahre nach ihrer Gr\u00fcndung mal wieder in meiner alten Heimatstadt Dortmund auf. Diesmal im Musiktheater Piano, einer Location, die immer ein Garant f\u00fcr gute live Acts ist! Zuletzt hatte ich Alvin Lee mit seiner Truppe irgendwann Anfang der 80&#8217;er Jahre in der Dortmunder Westfalenhalle gesehen. Da mir das Konzert noch in bester Erinnerung war, hab ich mir nat\u00fcrlich sofort voller Neugier auf die neu formierte Band, eine der letzten Karten f\u00fcr den Gig am 3.11. im Piano besorgt. Die Fahrerei nach Dortmund war nat\u00fcrlich wieder eine Katastrophe, dennoch war ich eine Stunde vor Konzertbeginn da und konnte mir noch einen guten Platz direkt vor der B\u00fchne sichern, dem Konzertgenuss und -shooting stand also nichts mehr im Wege.<\/p>\n<p>Das aktuelle Line-up der Band besteht aus den beiden Gr\u00fcndungsmitgliedern Ric Lee (Schlagzeug), der nicht, wie vielfach f\u00e4lschlicherweise angenommen, ein Bruder des 2013 viel zu fr\u00fch verstorbenen Alvin Lee ist, und Chick Churchill (Keyboard). Den Bass bedient seit 2014 Colin Hodgkinson und Alvin Lee ersetzt nun Markus Bonfanti (Gitarre, Gesang und Harp). Auch bei den beiden Letztgenannten handelt es sich um musikalische Schwergewichte: Colin &#8222;Bomber&#8220; Hodgkinson hat schon f\u00fcr Alexis Korner, Emerson, Lake &amp; Palmer, Whitesnake, Chris Farlowe, Konstantin Wecker und sogar f\u00fcr Peter Maffay in die Saiten gegriffen. Auch Markus Bonfanti, zu dessen Vorbildern u. a. Jimmy Page z\u00e4hlt, kann auf eine lange Referenzliste mit z. B. Robert Cray, Jack Bruce, <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Beth+Hart\">Beth Hart<\/a>, John Mayall, Ginger Baker un, Eric Burdon verweisen. Genug Gr\u00fcnde also, das Konzert der Bluesrock-Urgesteine mit Spannung zu erwarten.<\/p>\n<p>P\u00fcnktlich um 20 Uhr betraten die alten Herren dann unter lautem Beifall des Publikums, zu dem erstaunlicherweise auch zahlreiche junge Fans geh\u00f6rten, die B\u00fchne des wohl ausverkauften Musiktheater Piano und legten sofort mit dem seltener gespielten Klassiker &#8222;Sugar The Road&#8220; von ihrem 1970&#8217;er Album &#8222;Cricklewood Green&#8220; los. Was dann in den n\u00e4chsten 90 Minuten folgte, war ein Feuerwerk vieler bekannter TYA-Hits aus den Jahren 1969 bis 1973, darunter u. a. auch die Songs \u201eOne Of These Days\u201c, \u201eHear Me Calling\u201c, \u201e50000 Miles Beneath My Brain\u201c, \u201eLove Like A\u00a0Man\u201c, \u201eI Say Yeah\u201c und \u201eGood Morning Litte School Girl\u201c. Ohne nennenswerte Pause und ohne Erm\u00fcdungserscheinungen rockten die alten Recken\u00a0die insgesamt 15 St\u00fccke ihrer Setliste mit beachtlicher Spielfreude.<\/p>\n<p>Allen voran nat\u00fcrlich der im Vergleich zu den \u00fcbrigen Bandmitgliedern noch vergleichsweise jugendliche neue Frontmann Markus Bonfanti. In der Mitte des Sets gab es dann den Titel \u201eColin\u2019s Thing\u201c, ein neuer Track\u00a0offenbar extra von Colin Hodgkinson geschrieben. Mit einem minutenlangen Bass-Solo, an dessen Ende es tosenden Applaus gab, spielte er sich in die Herzen der Zuh\u00f6rer. Auch Ric Lee kam zu seinem Recht und performte in \u201eThe Hobbit\u201c ein schier endlos scheinendes Schlagzeugsolo. Ric Lee hat\u2019s trotz seiner 71 Jahre immer noch drauf und geh\u00f6rt noch lange nicht zum alten Eisen! Das Abschlussst\u00fcck bildete dann, wie kann es anders sein, das legend\u00e4re \u201eI\u2019m Going Home\u201c.<\/p>\n<p>Das Publikum war aus dem H\u00e4uschen und feierte frenetisch mit, was Frontmann Markus Bonfanti zu sagen veranlasste, dass sie am liebsten nur noch in Dortmund spielen w\u00fcrden. Klar, dass die Band nat\u00fcrlich nicht ohne lautstarke \u201eZugabe-Rufe\u201c von der B\u00fchne gehen konnte. So dauerte es dann auch nicht lang und die vier standen f\u00fcr zwei weitere St\u00fccke auf der B\u00fchne. Als Bonus gab es dann noch \u201eI Woke Up This Morning\u201c und das rockige \u201eChoo Choo Mama\u201c.<\/p>\n<p>Insgesamt klangen die neuen alten TYA nat\u00fcrlich nicht mehr ganz so wie vor 45 Jahren, aber immer noch TYA-typisch, was sicherlich auch dem exzellenten Bassspiel von Colin Hodgkinson und der Fingerfertigkeit von Markus Bonfanti an der Gitarre geschuldet ist. Den gr\u00f6\u00dften Unterschied macht aber eindeutig die Stimme des neuen Frontmanns Bonfanti. Seine Stimme ist rauer und live von der Tonlage eher eine Bassstimme, als eine Tenorstimme, wie sie\u00a0Alvin Lee hatte.<\/p>\n<p>Auch fehlten die teilweise Jazz-angehauchten und spacigen Einfl\u00fcsse, die es fr\u00fcher bei TYA gab. Die St\u00fccke klingen heute alle etwas rotziger und frecher, was durchaus nicht schlecht ist, aber eben ein wenig anders. Eingefleischten TYA-Fans f\u00e4llt das nat\u00fcrlich sofort auf. Nichtsdestotrotz war es ein geiles Konzert mit junggebliebenen Bluesrock-Veteranen. So endete der Gig\u00a0nach zwei vergn\u00fcglichen Stunden und entlie\u00df ein durchweg begeistertes Publikum in die Dortmunder Nacht. Herz, was willst Du mehr!<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Line-up:<\/span><\/strong><br \/>\nMarkus Bonfanti (lead vocals, guitar, harp)<br \/>\nChick Churchill (keys)<br \/>\nColin Hodgkinson (bass)<br \/>\nRic Lee (drums)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.ten-years-after.co.uk\">Ten Years After<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/tenyearsafterband\">Ten Years After bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.musiktheater-piano.de\">Musiktheater Piano<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.js-bildgut.de\/\">J\u00f6rg Schneider Webseite<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bericht und Bilder: J\u00f6rg Schneider Endlich! Die Helden meiner Jugend treten fast 50 Jahre nach ihrer Gr\u00fcndung mal wieder in meiner alten Heimatstadt Dortmund auf. 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