{"id":1071,"date":"2015-12-14T08:04:00","date_gmt":"2015-12-14T07:04:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hauptsachebizeps.de\/SoS\/?p=1071"},"modified":"2020-07-08T16:51:19","modified_gmt":"2020-07-08T14:51:19","slug":"bottle-rockets-live-in-heilbronn-cd-review","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/bottle-rockets-live-in-heilbronn-cd-review\/","title":{"rendered":"Bottle Rockets \/ LIVE In Heilbronn &#8211; CD-Review"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/BoRO.jpg\" \/><\/p>\n<p>Ich war eigentlich nie so ein ganz gro\u00dfer Fan von Live-CDs, und im Prinzip halte ich sie im Zeitalter der DVD mittlerweile auch f\u00fcr ziemlich \u00fcberholt. Klar, sicherlich kommt es auch immer auf das Budget an, nicht bei jeder Band kann oder wird da aus dem Vollen gesch\u00f6pft. Irgendwo ist es aber schon eine andere Geschichte, von einem Event auch die Bilder gleich mit dazu geliefert zu bekommen, als wenn nur (sei es auch gute) Musik, ein paar Ansagen des Frontinterpreten und der gezollte Beifall aus den Boxen entgegengerauscht kommen. Die DVD hat einfach den Vorteil, dass man so ein Ereignis atmosph\u00e4risch besser nachvollziehen kann. Ideal nat\u00fcrlich, wenn man direkt live dabei gewesen ist, dann erf\u00fcllt f\u00fcr den Einzelnen auch die CD-Version sicherlich ihren Sinn.<\/p>\n<p>Im Falle der Bottle Rockets hat &#8218;Blue Rose&#8216; einen ganz akzeptablen Mittelweg gefunden, zumal vermutlich hier auch die rechtlichen Bindungen der Band eine Rolle gespielt haben. Eine liebevoll gestaltete Doppel-CD, randvoll mit dem kompletten Konzert, erg\u00e4nzt mit zwei Videos der Songs &#8222;Get Down River&#8220; (voller Country-Flair) und &#8222;Nancy Sinatra&#8220; (klasse Rhythmuswechsel), die einen Nichtbesucher wie mich, dann doch schon im Nachhinein ein wenig neidisch zur\u00fccklassen. Wer dieses Konzert mit Leib und Seele live erlebt hat, darf sich wohl gl\u00fccklich sch\u00e4tzen. Die Truppe um die Urmitglieder Brian Henneman und Mark Ortmann hat an diesem Abend zweifellos ihr K\u00f6nnen bis aufs Maximum ausgereizt. Schade, dass solche Bands zumeist nur in s\u00fcdlichen Gefilden ihre Aufwartung machen, der Westen ist und bleibt wohl in Sachen Americana, Roots und Country Rock weiter Entwicklungsland.<\/p>\n<p>Das B\u00fcrgerhaus B\u00f6ckingen in Heilbronn ist so was wie der Heimspielort von &#8218;Blue Rose Records&#8216;, von daher kann man nachvollziehen, dass Label-Chef Edgar Heckmann diese Location f\u00fcr solch ein einzigartiges Ereignis ausgew\u00e4hlt hatte, zumal es die Bottle Rockets live bis dato noch nicht auf Tontr\u00e4ger gab. Zudem hatte Leader Brian Henneman an diesem Abend Geburtstag, was sich nat\u00fcrlich noch zus\u00e4tzlich positiv auf das Stimmungsbarometer auswirkte. Und so gab es zu Beginn direkt das obligatorische St\u00e4ndchen des gut aufgelegten Publikums.<\/p>\n<p>Danach startet mit dem polternden &#8222;Trailer Mama&#8220; bis zur letzten Zugabe, dem 12-min\u00fctigen Neil Young-Cover &#8222;Cortez The Killer&#8220; mit seinen endlos erscheinenden E-Soli, eine Demonstration in Sachen Americana, Roots-Country-Southern-Rock, wie man sie an Intensit\u00e4t und Spielfreunde wohl nur selten erleben kann. So konstatiert Brian immer wieder zwischendurch &#8222;I&#8217;m sweating my ass off&#8220;, was durch den auf CD2 beigef\u00fcgten Videobeweis nachhaltig untermauert wird. Adrenalin pur! Furioses, variables, meist rauhes Zusammenwirken (mal retro, mal psychedelisch, mal slide-m\u00e4\u00dfig, mal southern) an den Gitarren von Henneman und James Horton (der vielen im Zusammenhang mit Jay Farrars Son Volt bekannt sein wird), dazu das powernde Bass-Spiel des zweiten Neulings Steve Voegele, und nat\u00fcrlich das kraftvolle, effektive Geh\u00e4mmere von Mark Ortmann am Schlagzeug, das manchen der vielen Uptemposongs sogar zum Teil dezent-punkige Anstriche (&#8222;Gotta Get Up&#8220;) verleiht.<\/p>\n<p>Meine Favoriten. Die beiden knochentrocken gespielten, bekannten Hits &#8222;Alone In Bad Company&#8220; und &#8222;24 Hours A Day&#8220; oder das superfetzige &#8222;Gravity Fails&#8220;, die aber trotz allen Drives in melodischen Sph\u00e4ren dahinbretterten. Herrlich die Durchatmer, wie das traumhaft, entspannte &#8222;Kerosene&#8220; (sch\u00f6ne E-Fills, langes E-Solo), das Doug Sahm-St\u00fcck &#8222;At The Crossroads&#8220; (Southern-Flair &#8211; ABB meets <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Marshall+Tucker+Band\">MTB<\/a><\/span>), oder das mit einem wunderbar kratzigen, aber sehr angenehmen Gitarrenrhythmus durchzogene, balladeske &#8222;Pot Of Gold&#8220;.<\/p>\n<p>Nicht zuletzt wegen der zwei Neil Young-Cover zu empfehlen f\u00fcr Freunde der Kooperation Young &amp; Crazy Horse, auch John Hiatt- und Dan Baird-Sympathisanten bis zu <span style=\"color: #ff0000;\"><a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/?s=Jack+Ingram\">Jack Ingram<\/a><\/span>-Anh\u00e4ngern kann dieses wirklich b\u00e4renstarke Konzert empfohlen werden. Eigentlich jeder, der sich f\u00fcr reife niveauvolle, gelebte Rockmusik interessiert, sollte seine CD-Sammlung mit diesem Doppel-Silberling bereichern. Mir bleibt als neidischem Rezensenten abschlie\u00dfend nur noch der verzweifelte Versuch des Appells an die Herren Henneman und Heckmann. Auch im Westen wird solch herrliche Musik gerne live geh\u00f6rt, und, wenn es irgendwie machbar sein sollte, bitte gleich eine DVD eines so denkw\u00fcrdigen Ereignisses.<\/p>\n<p><strong>Blue Rose Records (2006)<\/strong><br \/>\n<strong> Stil:\u00a0 Country Rock<\/strong><\/p>\n<p><strong>CD 1:<\/strong><br \/>\n01. Intro Happy Birthday<br \/>\n02. Trailer Mama<br \/>\n03. I Wanna Come Home<br \/>\n04. Alone In Bad Company<br \/>\n05. Slo Toms<br \/>\n06. Get Down River<br \/>\n07. I&#8217;ll Be Coming Around<br \/>\n08. 1000 Dollar Car<br \/>\n09. Blue Sky<br \/>\n10. Nancy Sinatra<br \/>\n11. When I Was Dumb<br \/>\n12. 24 Hours A Day<br \/>\n13. Waitin&#8216; On A Train<br \/>\n14. Gas Girl<br \/>\n15. Cartoon Wisdom<br \/>\n16. Sometimes Found<br \/>\n17. Gravity Fails<br \/>\n18. Kerosene<br \/>\n19. Love Like A Truck<br \/>\n20. Indianapolis<br \/>\n21. Gotta Get Up<br \/>\n22. At The Crossroads<\/p>\n<p><strong>CD 2:<\/strong><br \/>\n01. Welfare Music<br \/>\n02. Hey Hey, My My (Into The Black)<br \/>\n03. Pot Of Gold<br \/>\n04. Lonely Cowboy<br \/>\n05. She&#8217;s About A Mover<br \/>\n06. Cortez The Killer<\/p>\n<p><strong>Extras:\u00a0<\/strong><br \/>\n07. Get Down River (Video)<br \/>\n08. Nancy Sinatra (Video)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.bottlerocketsmusic.com\">Bottle Rockets<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.facebook.com\/bottlerockets\">Bottle Rockets bei Facebook<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.bluerose-records.com\">Blue Rose Records<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich war eigentlich nie so ein ganz gro\u00dfer Fan von Live-CDs, und im Prinzip halte ich sie im Zeitalter der DVD mittlerweile auch f\u00fcr ziemlich \u00fcberholt. Klar, sicherlich kommt es auch immer auf das Budget an, nicht bei jeder Band kann oder wird da aus dem Vollen gesch\u00f6pft. Irgendwo ist es aber schon eine andere &hellip; <a href=\"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/2015\/12\/14\/bottle-rockets-live-in-heilbronn-cd-review\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Bottle Rockets \/ LIVE In Heilbronn &#8211; CD-Review<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[141,165,243],"class_list":["post-1071","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-bottle-rockets-live-in-heilbronn","tag-brian-henneman","tag-country-rock"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1071","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1071"}],"version-history":[{"count":4,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1071\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":44112,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1071\/revisions\/44112"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1071"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1071"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.sounds-of-south.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1071"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}