Peter Pankas jane – 03.11.2019, Yard Club, Köln – Konzertbericht

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Die Krautrocklegende Peter Pankas jane spielte im vergleichsweise gut gefüllten Yard Club, was umso bemerkenswerter war, da in der Kantine nebenan Fischer Z vor ausverkauften Haus spielte.

In den mittlerweile fast 50 Jahren, der einstigen Urtruppe, kam es zu vielen Umbesetzungen aus verschiedensten Gründen. Nach dem Tod von Peter Panka 2007 und Charly Maucher in diesem Sommer ist in der jetzigen Formation kein Gründungsmitglied mehr im Line-up, die auf dessen Wunsch aber mit seinem Namen weitermachten.

Mit Klaus Walz und Achim Poret sind aber zwei Urgesteine dabei, die die Bandgeschichte mit prägten und vorher Teil der Band Epitaph waren. Mit Holger Coolyard am Bass und Gesang, Corvin Bahn an den Keyboards und Vocals sowie Niklas Turmann gibt es eine Blutauffrischung, welche der Band sichtlich gut tut und bei den „Alten Herren“ noch einmal neue Energien frei zu setzen scheint.

Schon mit Beginn des ersten Songs „Just More Words“ wurde die Richtung festgelegt. Bahn bearbeitete seine Keyboards und Orgel sowie den Moog Synthesizer schon im Intro, womit ein psychedelischer Ritt über etwa zwei Stunden begann. Walz und Turmann wechselten sich mit Gitarrensoli ab. Poret an den Drums und Coolyard am Bass legten eine satte Rhythmusgrundlage. Im ersten Song übernahm Coolyard die Leadvocals und vom ersten Moment sprang der Funke von der Band aufs Publikum über, was wiederum deren Spielfreude explodieren ließ.

Beim Klassiker „Fire, Water, Earth And Air“ übernahm dann Turmann zunächst das Frontmikro, der auch stimmlich sehr dem Original gleichkam. Wie fast bei jedem Stück lieferten Walz und Turmann z. T. exstatische Soli ab, die für Standing Ovations bei den Fans sorgten. Bei den folgenden „Tomorrow“ und „Grown“ änderte sich an der Grundausrichtung nichts.

Bahn umhüllte die Tracks teilweise mit klaren Keyboardklängen, aber auch mit wabernden Synthesizer-Klängen mit einem psychedelischen Mantel und Walz und Turmann tobten sich mit zum Teil harten Soli aus. Immer wieder konnten Parallelen zu den alten Pink Floyd erkannt werden, Cooyard hatte vielleicht nicht umsonst ein Shirt der Briten an und beim Gitarrenspiel von Turmann hatte man zuweilen das Gefühl, ein David Gilmour würde auf der Bühne stehen.

Bei „Daytime“ kam es zu einem emotionalen Moment, als Walz vom Tod Mauchers berichtete und den Song eben diesem widmete, da dieser ihn so gerne spielte. Einer ausgiebigen Version von „Windows/Spain“ folgte einer der absoluten Höhepunkte des Konzertes. Beim Instrumental „Auroville“ ließ Turmann zunächst seine Gitarre regelrecht sprechen, um mit der Band ein Stück auf die Bühne zu bringen, welches auch in jeden Floyd-Gig gepasst hätte.

„Fly Away“ konnte sprichwörtlich auch für einige Fans genommen werden, die scheinbar in sich gekehrt in den Weiten der Musik davon flogen.
Das zur Jahreszeit passende „Out In The Rain“ und das peppige „Waiting For The Sunshine“ läuteten das Ende des Konzertes ein. Eine Hammer-Version von „Hangman“, mit monströsen Intro und scheinbar nicht endenden Gitarrensoli zwischendurch, beendeten den Hauptteil des Konzertes.

Die Fünf ließen sich jedoch nicht lange bitten und folgten den Zugabeforderungen gerne, um mit „Here We Are“ und „So So Long“ zwei Raußschmeißer nachzulegen, die den Abend gelungen abrundeten. In die Bandvorstellung integrierte Walz auch noch Danksagungen an die Soundtechnik und an Markus Neu von der Kantine/Yardclub, denen ich mich an dieser Stelle auch nur anschließen möchte.

Guter Sound, tolles Licht und eine bestens aufgelegte Band sorgten für zwei unterhaltsame Stunden, die manchen Besucher noch einmal in seine Jugendzeit zurückgeführte. Wer auf psychedelische progressive (Krautrock) Musik steht, wird bei Peter Pankas Jane bestens bedient.

Line Up:
Klaus Walz – Gitarre, Vocals
Corvin Bahn – Keyboards, Vocals
Niklas Turmann – Gitarre, Vocals
Achim Poret – Drums
Holger Coolyard – Bass, Vocals

Text und Bilder: Gernot Mangold

Peter Pankas jane
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Yard Club Köln

Ein Gedanke zu „Peter Pankas jane – 03.11.2019, Yard Club, Köln – Konzertbericht“

  1. Genial. Der ganze Kommentar trifft es auf den Punkt. Viel mehr kann man dazu wirklich nicht sagen. Ich freue mich die Ehre zu haben diese Formation bei uns in Bern (CH) am 28.12.2019 zum Jahresende zu begrüssen. Kommt vorbei ESBB Eventlokal Sternensaal Bern-Bümpliz
    Rock on
    Roland Büttel

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