Mystery – Support: FORS – 22.10.2019 – Musiktheater Piano, Dortmund – Konzertbericht

Myst-haupt

Dienstag Abend, Europapokal und trotzdem ein sehr gut gefülltes Musiktheater Piano. Allein diese Faktoren lassen auf eine qualitativ hochwertige Veranstaltung schließen.

Den Beginn machten die Prog-Instrumental Band Fors aus der Schweiz, die mit einem anspruchsvollen Programm die Wartezeit auf den Topact verkürzten.

Line-up FORS:
Roland Hegi – guitars
Doro Wetter – keyboards
Harry Schärer – bass + keyboards
FeelX – drums

Wie geplant begann die kanadische Band Mystery um 20:45 Uhr mit ihrem Programm mit „Delusion Rain“. Schon bei dem Opener zeigte sich, wohin die Reise gehen sollte und warum die Band im Medium Radio wenig kompatibel ist.

Wie bei den meisten progressiven Bands unterschritten die Songs selten die 7-Minuten-Grenze, dies aber ohne langatmig zu sein, da innerhalb der Stücke eine große Vielfältigkeit herrschte. Herausragend war auch das generelle harmonische Zusammenspiel der Band trotz der Komplexität der Songs.

Michel St-Pere und Sylvain Moincau zeigten in den sich abwechselnden Leadguitar-Passagen, welche zum Teil an Pink Floyd erinnerten, dass sich Mystery diesbezüglich nicht hinter anderen Prog-Bands zu verstecken brauchen und heimsten dafür viel Beifall der beeindruckten Anwesenden ein

Jean Pageau überzeugte mit seiner klaren ausdrucksvollen Stimme, aber auch mit einigen Keyboardeinlagen und an der Querflöte. Die Rhythmusfraktion um Drummer Jean Sebastien Goyette und Bassist Francois Moincau, der daneben auch die Taurus Pedals beisteuerte, legten eine starke Grundlage für den gesamten sehr gut differenzierten Sound (Kompliment an die Soundtechnik), den Antoine Michaus oft mit entsprechenden Klangteppichen und Soli unterlegte.

Über “Something To Believe In”, “Scarlet”, “The Willow Tree”, “Come To Me” und “The Sailor And The Mermaid” kam es für mich zu einem der Höhepunkte des Abends. Zu „Shadow Of The Lake” hatte sich Jean Pageau einen breitkrempigen Hut und eine düstere Maske aufgesetzt und unterstütze aber auch gestenreich mystisch das Grundthema des Songs.

Die folgenden Tracks “Looking For Something Else”, “Where Dreams Come Alive”, “Through Different Eyes” sorgten schon für eine großartige Stimmung, dem die Band danach mit „A Song For You“ – nomen est omen – ein Stück den Besuchern widmete. Es war zu erkennen, dass beidseitig immer wieder der Funke übersprang. Die Besucher forderten, nachdem die Band die Bühne verlassen hatte, frenetisch die Nachspielzeit.

Die Kanadier ließen sich nicht lange bitten, lieferten aber „nur“ zwei Zugaben. Dies sei aber entschuldigt, da das epische „Chrysalis“ (etwa 15 Minuten dauernd), sich nicht gerade als kurz erwies. Pageau, leitete passend zum Thema des Konzertes mit einer Schmetterlingsmaske über die Bühne tanzend, den Song ein.

Mit „The Preacher’s Fall“ wählte die Band einen dynamischen fetzigen Rausschmeißer, nach dem auch nichts mehr ging. Die Band tanzte zum Teil auf der Bühne, gab den grünen Hut wie bei einem Spiel von Person zur nächsten Person weiter und nach 2,5 Stunden ließen sie ein begeistertes Publikum zurück.

Ein ganz starker Auftritt der Band, bei deren Auftritt Einflüsse von Pink Floyd, Supertramp und Barclay James Harvest erkennbar waren, wobei Mystery insgesamt eine härtere Gangart einschlägt.

Ein Dank an das gesamte Piano-Team, wo ich diesmal den Lichttechniker hervorheben will, der mit seiner Lightshow, die Dramaturgie der Songs entsprechend unterstützte, aber auch an die Band, die sich nach dem Konzert noch Zeit für die Fans nahm, um zahlreiche Autogrammwünsche zu erfüllen, sowie On Stage Promotion, die dieses Prog-Sextett in unsere Region gebracht hat.

Line-up Mystery:
Michel St-Pere – Guitar, vocals
Jean Pageau – Lead Vocals, keyboards, flute
Antoine Michaud – Keyboards
Francois Fournier – Bass, taurus pedals, vocals
Sylvain Moincau – Guitars, vocals
Jean Sebastien Goyette – Drums, vocals

Bericht und Bilder: Gernot Mangold

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